7000 Mitglieder zählt die Jüdische Gemeinde in Frankfurt. Geht es nach Bürgermeister Becker (CDU), tragen am 14. Mai auch Nichtjuden aus Solidarität die Kappel. Frauen inklusive. Jüdische Frauen tragen, sofern sie verheiratet, geschieden oder verwitwet sind und religiös leben, eine Kopfbedeckung. Das kann eine Kappe, ein Hut, eine Perücke oder auch ein Kopftuch sein.



Die Kopfbedeckung ist zwar die bekannteste jüdische Sitte, aber zugleich das einzige Gebetssymbol, das sich nicht auf ein biblisches Gebot gründet, nicht einmal auf ein talmudisches. In Reformgemeinden in den USA ist sie daher nicht üblich. Sie ist religionsgesetzlich betrachtet das unwichtigste Symbol des Judentums.


Heutzutage aber gewinnt man oft den Eindruck, als sei sie das wichtigste Symbol. Viele Juden tragen auch außerhalb des Gottes­dienstes eine Kopfbedeckung, meist in Form von einem kleinen rundes Stück Stoff oder Leder, das den Hinterkopf bedeckt. Orthodoxe Juden tragen schwarze Hüte, Chassidim einen mit Fell umrandeten Hut, wie er in Osteuropa im 18. Jh. üblich war. Jemenitische Juden haben eine Art Mütze. Orthodoxe Juden, die ihren Alltag mit Lobsprüchen durchweben, kommen während des Tages in viele Situationen, in denen sie ein Gebet sprechen. Daher bietet es sich an, die Kopfbedeckung ständig zu tragen.

Die meisten Juden tragen jedoch die Kippa, um sich öffentlich zu ihrem Jüdisch-Sein zu bekennen. Die Kippa hat eine hohe emotionale Bedeutung.

Der Brauch, dass auch Männer ihren Kopf während des Gebets bedecken, ist orientalischen Ursprungs. Während dies in Palästina völlig unüblich war, gab es in Babylonien einzelne Individuen, die es zu tun pflegten, wie z.B. Raw Chuna ben Jehoschua. Zum allgemeinen Brauch wurde es in nachtalmudischer Zeit, zunächst in Babylonien, dann im sefardischen Judentum allgemein.


Besonders Babylonien hatte auf Israel großen Einfluss – kein Wunder, war es doch damals die führende Weltmacht! Kein Wunder also auch, dass man viele Schriften der Israeliten auf viel älteren sumerisch/babylonischen Keilschrifttafeln im „Original“ gefunden hat. Jedenfalls lässt die Bibel keine gutes Wort an der Hure Babylon.


Wie auch immer – es ist eine kulturelle Meisterleistung, seine Identität über so viele Jahrhunderte zu bewahren, wie es die Juden geschafft haben. Angesichts der Verwässerung der europäischen und aktuell der deutschen Kultur, die wohl dem Untergang geweiht ist, wie manche mahnen und befürchten,  um so beeindruckender.


Israel wurde immer wieder von mächtigen Feinden überwältigt, große Teile der Bevölkerung in Gefangenschaft geführt. Da half es auch nichts, dass man aus dem Fruchtbarkeitsgott – damals noch mit Gefährtin – einen zornigen Kriegsgott machte, der die umliegenden Völker wenig beeindruckte. Zumal diese ja laut deren Aufzeichnungen noch Kontakt zu vermeintlich „echten Göttern“ hatten. Beeindruckend auch hier die alten sumerischen Überlieferungen, welche großen Feste veranstaltet wurden, wenn die „Götter zu Besuch“ kamen!


Auch vierhundert Jahre osmanische Herrschaft überstanden die Juden. Anders erging es da den zehn verlorenen Stämmen: die zehn nördlichen Stämme der Israeliten fielen ab von der Dynastie Davids und bildeten dann das Nordreich Israel unter Führung Jerobeams.


Die Stämme im Südreich Juda lebten  weitgehend nomadisch und sammelten sich um den Tempel von Jerusalem zu einem schwachen Staat, der sich gegen die Übermacht Ägyptens und die Angriffe der Philister behaupten musste. Bei den Königen Judas fällt auf, dass bei den Regierungsdaten immer die Mutter des Königs mit Namen genannt wird, bei den Königen Israels hingegen nicht. Daraus schließen viele Forscher, dass es sich wohl um ein politisches Amt der Königsmutter handelte, wobei die genaue Aufgabe und das Gewicht dieses Amtes nirgends richtig deutlich wird.


Juda hatte das Nordreich Israel, das von Feinden überwältigt wurde,  um 136 Jahre überlebt. Im Jahr 586 v. Chr. hörte auch das Reich Juda auf zu existieren. Auf dem Gebiet Judas entstand daraufhin die babylonische, später persische Provinz Jahud (Siehe auch: Liste der Statthalter Judas). 582 v. Chr. wurden erneut Judäer nach Babylon deportiert, so dass insgesamt 4600 Menschen deportiert worden waren. 539 v. Chr. eroberte der persische König Kyros II. Babylon, ein Jahr später erlaubte er den Judäern die Heimkehr nach Juda.


Jedenfalls hat die neuere Forschung zu Israel einiges zu Tage gebracht, was nicht jedem gefällt. Deutsche Forscher halten sich aus der Historie Israels weitgehend heraus, da ja jeder Hauch von Kritik übel verfolgt und bei „Zweifel“ böse bestraft wird. So oblag es dann auch jüdischen Autoren und Historikern, etwa die Legenden um König David mächtig auseinander zu nehmen!


Wenn sich in meiner Familie nun die Familienlegende gehalten hat, dass wir Wurzeln in den zehn verlorenen Stämmen haben, ist das ebenfalls mehr als erstaunlich – bringt jedoch nichts, da es niemals beweisbar wäre. Von Ohr zu Ohr über mehr als zweitausend Jahre seine Identität weiter zu geben, – glaubt dir niemand. Außer man ist Jude?


Aber wollen wir keinen Unmut erregen, unter jenen, die evtl. mehr arabisches bzw. osmanisches Blut in sich haben, als jüdisches. Denn das wäre fatal, spielt doch die „Identität“ beim jüdischen Glauben eine große Rolle. Auch wenn der Messias 5776 wieder nicht gekommen ist, der Glaube ist unerschütterlich! Dann kommt er halt 5777?


Wenn  man aber Herkunft, Kultur und den Glauben verlässt, dann zeigen uns die verlorenen Stämme deutlich, wie man seine Identität völlig verlieren kann. Obwohl es den Nachkommen etwa vom Stamm Ephraim oder Manasse, aus welchen meine Vorfahren stammen sollen,  nicht schlecht ging. Glaubt man Historikern, die der Bevölkerung des Nordreiches hinterher geforscht haben, dann sind die zehn verlorenen Stämme sogar erfolgreicher gewesen, als die tempeltreuen Juda und Levi! Immerhin galten bestimmte Verheißungen Gottes an Israel allen Stämmen – das vergisst man heute gerne!


Herkunft und Identität spielen für den „kleinen Mann“  ohnehin keine Rolle. Auch der Adel nimmt es da nicht mehr so genau, verheiratet sich mit „Bürgerlichen“! Wenn man also keiner Religion angehört, für welche die Herkunft eine wichtige Voraussetzung darstellt, dann wird man in wenigen Jahrzehnten dem „deutschen Wesen“ nicht mehr nachtrauern. Viele freuen sich schon heute darauf und rufen mit Schaum vor dem Mund: Deutschland verrecke! Dabei haben 20 Prozent der „Deutschen“ bereits Migrationshintergrund und hätte der eine oder andere einen tiefen Einblick in sein Familienstammbuch, würden im wohl die Ohren abfallen.


Von Abstammung und Herkunft alleine kann man sich heute nichts mehr kaufen – in einer Zeit, deren Generalparole „Verkaufen und Kaufen“ bzw. „Ich konsumiere, also bin ich“ heißt. Wenn ich mir überlege, wie viele deutsche Vollpfosten mir in den letzten Jahrzehnten über den Weg gelaufen sind – um deren Stammbaum weine ich nicht! Aber die deutsche Sprache, mit über 5 Millionen Wörtern sollte man erhalten. Und während manch ein Deutscher mit einem minimalen Wortschatz aus der Schule kommt, sich kaum ausdrücken kann, staune ich über manche tolle Menschen mit Migrationshintergrund, die den Schatz der deutschen Sprache erkannt haben.


Deutsch – die Sprache der Götter?


Goethe benutzte 100.000 Wörter, im Duden stehen 145.000. Das Grimm’sche Wörterbuch hat 450.000 gesammelt.

Zuletzt wurden 5,3 Millionen deutsche Wörter gezählt.

Allerdings: Es sind noch viel mehr.   „Das Dudenkorpus hat nach heutigem Stand (Frühjahr 2017) einen Umfang von knapp 23 Millionen Wörtern (Grundformen).“


Sieht man sich heute die Sprachlosigkeit von Rappern an, die auch noch Preise bekommen, die Hilflosigkeit, mit der deutsche Kinder versuchen, etwas zusammen zu schwurbeln, ist der Begriff „Volk der Dichter und Denker“ nur noch ein fahler trauriger Hohn. Der Verlust der Sprache, der Kultur, der Identität, der Herkunft – das alles kann man alleine durch hilflose Proklamation oder plakative Sprüche nicht mehr stoppen. Die Vernichtung der deutschen Sprache hat besonders nach 1968 enorm Fahrt aufgenommen, heute wird es nun traurige Wirklichkeit:


Deutschland und die deutsche Sprache verrecken?


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