Als Kinder spielten wir gern „Räuber und Gendarm“! Zwei Mitspieler waren Söhne von Polizisten, wobei einer nur immer Gendarm sein wollte. Allerdings wurde er später Bankräuber! Karma?
Den Schutzmann, von dem mein Großvater zu erzählen wusste, den gab es in meiner Kindheit schon nicht mehr wirklich. Ganze 900 Mark verdiente ein Schutzmann 1885 im Jahr! Das war sehr wenig!

Allerdings hatten in meiner Kindheit  auch kleinere Ortschaften wenigstens noch eine Außenstelle der Landpolizei. Heute haben viele Gemeinden keine eigene Polizeistelle mehr. Auch in größeren Städten wurden kleinere Reviere zusammen gelegt.
Dabei würde heute gerne manche Frau wieder einen Schutzmann auf der Straße sehen. Die Kontaktbereichs“beamten“ sind ja meistens schlecht zu Fuß, sitzen lieber im Büro?
Aber dafür sieht man heute ganze Trupps an „Ordnungsbeamten“ durch die Straßen ziehen. Aber diesen geht es weniger um den Schutz der Menschen, auch nicht um die berühmten „Personen“ – Inhaber der Personalausweise – sondern im Geschäftsmodell BRD geht es hier ums Geschäft: Einträgliches Verteilen von Knöllchen, Eintreiben von Gebühren!
Am Wismarplatz liegt seit Wochen eine Obdachlose im Tramhäuschen. Die interessiert die Knöllchenverteiler aber weniger, obwohl sie zuständig wären. Hier kann man allerdings kaum noch Kasse machen. Die hat nix mehr, was man ihr abnehmen könnte.
Auf Anfrage geben die Herren aber mißmutig bekannt: Beamte seien sie selbst nicht, sondern nur im Auftrag des Ordnungsamtes unterwegs. Sonst wäre das dicke „Ordnungsamt“ auf der Jacke ja Amtsanmaßung. Korrekt müsste es also heißen: Im Auftrag des Ordnungsamtes.
Allerdings ist in manchen Bezirken auch vom Ordnungsdienst die Rede. So wie Postamt und Arbeitsamt heute Agenturen sind, so wäre das Ordnungsamt dann noch ein Amt?
Immerhin hat der Ordnungsdienst allerlei Befugnisse. So auch eine kurzfristige Festnahme unter Einsatz von Schlagstock und Reizgas! Der Ordnungsdienst erfüllt hoheitliche Aufgaben und die Bediensteten dürfen sogar im Halteverbot parken.
Weshalb man am Rücken die Aufschrift Ordnungsamt und nicht Ordnungsdienst trägt? Evtl. würde man dann nicht mehr ernst genommen. Etwa von den Fahrradfahrern. Eigentlich müssten die vom Ordnungsdienst gestoppt und verwarnt werden. Allerdings habe ich das selbst noch nie gesehen. Im Gegenteil: die Berliner Kampfradler brettern quer durch den Pulk der Ordnungsdienstler.
Inzwischen fordert man gar:

Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt!


Auch beim Ordnungsamt ist die Bezeichnung AMT nur ein Name?
Denn Rechtsträger des Ordnungsamtes einer Gemeinde ist die Gemeinde als materiell verpflichtete Körperschaft. Wer Ärger mit dem Ordnungsamt hat, sollte auf keinen Fall auf einen guten Anwalt verzichten, denn hier wird es kritisch, wenn man seine Klage unter Unkenntnis des Rechtsträgerprinzips nicht gegen die Körperschaft, sondern gegen die Behörde richtet.
Bei der Leitung des Ordnungsamtes handelt es sich um ein öffentliches Amt, dessen Besetzung nach Artikel 33 Abs. 4 GG ausschließlich Beamtinnen und Beamten vorbehalten werden darf. Evtl. ist dies der Grund, weshalb wir auch hier heute den Ordnungsdienst haben – mangels „Beamter“?

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