Bienenfutter - flickr.com - Foto von Rainer Stropek

Foto Rainer Stropek – flickr.com

So frozzelte Carin Pawlak in einer Replik in Focus Online. Moderator Plasberg griff immer schnell ein, wenn Fachbegriffe flogen, denn das verträgt der Zuschauer heute nicht mehr. Er will Unterhaltung, möglichst mit Spektakel vermittelt.


Durch die von der Agrarindustrie ausgebrachten Nervengifte sterben die Insekten zwar nicht gleich, würden aber „verwirrt“, fänden ihren Stock nicht mehr und Schlupfwespen können den Sexuallockstoff eines möglichen Partners nicht mehr erkennen. Der Grüne Harald Ebner hatte  eine griffige Erklärung parat.

„Die Jahrmillionen alte Tinder-App ist kaputt.“

Das ist immer ein schwieriges Unterfangen, bestimmte Themen einer relativ uninformierten Gesellschaft näher zu bringen. Heinz Haber gelang das in meiner Kinderzeit immer sehr gut, wir hörten fasziniert zu.

Auch Ranga Yogeshwar blieb erfreulich sachlich und gut verständlich. Er wies darauf hin, dass die Krefelder Studie zum Insektensterben durchaus ernst zu nehmen sei, auch wenn sie durch Hobbyforscher erstellt wurde, allerdings durchaus wissenschaftlich begleitet.


Wir haben oft auf die Tricksereien der Lobby hingewiesen. Eine davon ist es ja, Studien zu verhindern, so dass sie bei jeder Gelegenheit auf „fehlende Studien“ hinweisen können. Greifen dann die  Bürger ein und erstellen eigene Forschungen, dann werden diese als laienhaft und nicht aussagekräftig diffamiert. Wie etwa der Versuch, die Krefelder Studie zu relativieren, weil die Forscher immer wieder mal den Standort für ihre Insektenfallen gewechselt haben.


75 Prozent weniger Insekten stellte der Entomologischen Verein Krefeld fest, in dem ehrenamtliche Insektenkundler   auf das Insektensterben in Deutschland aufmerksam machen wollen und deshalb seit Jahrzehnten Daten sammeln.
Dave Goulson, Co-Autor der Studie an der britischen Sussex University, zeigte sich beunruhigt über diese Entwicklungen:

Bei dem derzeit eingeschlagenen Weg werden unsere Enkel eine hochgradig verarmte Welt erben.


Persönlich vermisse ich Schnaken und Bremsen nicht wirklich, denn ich habe „süßes Blut“ und bin eine bevorzugte Zapfstelle für diese Quälgeister. Leider bleiben aber auch die vielen Nutzinsekten aus, deren Namen unsere Enkel heute schon gar nicht mehr kennen. Besonders die Hummeln und manche Schmetterlinge hat es getroffen, im Gegensatz zu den Blutsaugern werden sie doch schmerzlich vermisst.


Schmidt sieht sich mit seiner Zustimmung zur Glyphosatverlängerung im Recht, habe man doch dafür einiges für Naturschutz und Artenvielfalt herausgeholt. Bei Schmidt rächt es sich nun, dass er seine politische Arbeit so im Stillen vollzogen hat, sicher nicht ohne Grund, so dass auch positive Aspekte der Bevölkerung kaum bekannt sind.


Insgesamt wird man jedoch an die UNEP Studie erinnert, welche der Erde, wieder einmal wie 2007 bereits, nur noch zwölf Jahre gibt.


 


Unsere Enkel werden eventuell keine Bienen mehr kennen, aber es wird für sie ein ganz normaler Anblick sein, dass Nanorobots in Insektengröße die Bäume umschwirren und die Arbeit der Bienen erfüllen. Wenn dieses kommende Multi-Milliardengeschäft von jenen abgewickelt wird, die sich momentan dumm und dämlich mit der Vernichtung der Insekten verdienen, dann stimmt der Kreislauf doch wieder – im Sinne der Lobby?


Sterbenslangweilig ist das Thema allerdings nicht wirklich. Nicht für jene 66000 Bürger, die in Deutschland jedes Jahr vorzeitig an Umweltgiften sterben. Und das sind nur die offiziellen Zahlen, die heute sogar in der Tagesschau benannt werden, obwohl man dieses Thema nicht so gerne in die Öffentlichkeit trägt.


Fast deckungsgleich zum Bienensterben sehen wir hier, wie sich die vergiftete Umwelt auf die Menschen auswirkt: Auch bei uns führen die Nervengifte und Nanopartikel zu einer „Verwirrung“: der Mensch wird dement, stirbt zwar nicht gleich, wie auch die Bienen erst an Folgeerscheinungen sterben. Wesensveränderungen und chronische Krankheiten nehmen beim Menschen rasant zu. Auch unsere „Tinder-App“ funktioniert nicht mehr richtig: Männliche Föten verweiblichen im Mutterleib und Millionen wissen nicht mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind.


Sollte sich das ähnlich als „Menschensterben“ bemerkbar machen, im Ausmaß wie wir es gerade bei den Insekten sehen, dann sollte man sich die Gerogia Guidestones nochmal ansehen: Wie viele Prozent der Menschheit sollen demnach „reduziert“ werden?

ok

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Eine Antwort »

  1. Beobachtet man aus der Nähe startende oder landende Düsenjets, fallen die oftmals dunkel gefärbten und stark giftigen Abgasschwaden auf, die aus den Düsen der Flugzeuge strömen und die sich langsam über dem Land auf dem Boden und in der Luft verteilen. Da die Maschinen auf Großflughäfen nahezu in Minutenabständen starten oder landen, sinken pausenlos größere Mengen von Abgasen ununterbrochen auf die Ortschaften und die Landschaft nieder, die sich im näheren und weiteren Umkreis der Flughäfen befinden, bei Regen werden sie verstärkt besonders auf diese Gebiete durch Auswaschung niedergebracht.

    Die hier wohnenden Menschen werden folglich nicht nur durch permanenten Lärm von oben in ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt, es kommen auch zusätzlich die schädlichen Wirkungen der Abgase von Flugzeugen hinzu. Insbesondere beim Start arbeiten die Düsen eines Jets mit Vollkraft (Vollschub) und manche Maschine verbraucht dabei vergleichsweise soviel Kraftstoff, wie einige tausend Personenkraftwagen. Auch bei der Landung werden die Düsen kurzzeitig auf volle Last (Umkehrschub) zum Bremsen gestellt. Wiederum: – Aufklärung tut not!

    Wie viel Anteil alleine die giftigen Flugzeugabgase am „Insektensterben “ haben? Will man gar nicht wissen, ist doch mittlerweile fast schon egal, oder?

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schadstoffe-auf-weltreise-toedliche-flugzeugabgase-1.1006241

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