fichten-honig„Honig gilt als naturrein und gesund. Die Bienen produzieren den Honig jedoch heute in einer Umwelt, die Schadstoffen aus Industrie, Luftverkehr, Schiffsverkehr, Kraftfahrzeugverkehr und Hausfeuerungsanlagen ausgesetzt ist.

Über den Luftpfad werden die Stoffe transportiert, teilweise umgewandelt und in die Umwelt und die Nahrungskette eingetragen. Auch die  Flughäfen Schönefeld und TXL Otto Lilienthal stellen regional eine potenzielle Quelle bestimmter Luftschadstoffe dar.“

Das kann aber nicht toll sein, mit den Luftschadstoffen. Denn die Bienenstöcke, die in das Bio- Umweltmonitoring der Berliner Flughäfen einbezogen werden, liefern unbelasteten Honig.

Kanzerogene Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),

gelangen  als Rückstände aus dem Kerosin in die Atemluft, sind teilweise krebserregend. Benzo[a]pyren gilt hierbei als Leitsubstanz. Die im Honig der Flughafenbienen ermittelten Benzo[a]pyren-Rückstände lagen, ebenso wie die in Pollen und Wachs, sehr niedrig und weit unterhalb bestehender Richtwerte.

Weshalb kaufe ich dann im Bioladen immer den teuren Bio-Honig? 

Wo sollen denn die Schadstoffe auch herkommen, wenn in den jährlichen Umweltberichten der Flughäfen fast schon eine Art Heilklima an den Flughäfen gemessen wird?

In Tegel werden pro Tag 1,4 Millionen Liter Kerosin in die Flugzeuge getankt. Welche Mengen an giftigen JP8 im Regierungsteil von TXL betankt werden? Wer weiß. Die riesigen Mengen an Chemikalien für die Flugzeugenteisung – no Problem!

Über 800 Tonnen gefährlicher Abfälle sind ebenfalls kein Problem. Wassergefährdende Stoffe werden in speziellen Anlagen verarbeitet.  So wird zum Beispiel während des Winterbetriebes das mit Enteisungsmitteln belastete Regenwasser in Schönefeld über eine Wurzelraumkläranlage geführt bzw. bei zu hoher Schmutzfracht oder Menge der Kläranlage zugeleitet. In Tegel werden die mit Enteisungsmittel belasteten Wässer bei Einhaltung der Grenzwerte dem Vorfluter zugeführt, bei Überschreitung erfolgt die Ableitung zur Kläranlage. Dies erklärt, warum in manchen Jahren mehr Abwasser anfällt, als dem öffentlichen Netz an Trinkwasser entnommen wird.

Ähnlich wie in den Berichten der Flughafenbetreiber und Airlines immer alles im grünen Bereich, völlig harmlos und unbedenklich ist, so auch bei anderen Schadstoffverursachern.

Ok – manchmal schummeln sie ein bisschen, wie die Autohersteller – es kommt zu Kumpanei mit der Politik und Behörden – und sogar zu „kriminellen Handlungen““, wie der Dieselskandal zeigt.

Da in den letzten Jahren die Belastung der Luft mit Schwefeldioxid und Schwebstaub in Berlin angeblich deutlich zurückgegangen ist, wurde das BLUME-Luftgütemess-System auf 16 Stationen reduziert, von denen sechs an stark befahrenen Straßen, fünf im innerstädtischen Hintergrund (Wohn- und Gewerbegebieten) und fünf im Stadtrand- und Waldbereich liegen. Vier Stationen sind mit Geräten zur Benzolmessung ausgerüstet.

PM10-Messungen werden zur Zeit an 11 Messstationen durchgeführt. In der PM10-Fraktion werden an zwei Messstellen zusätzlich Schwermetalle und an vier Messstellen zusätzlich Benzo(a)pyren bestimmt. An drei Stationen im innerstädtischen Hintergrund werden zur Bestimmung der durchschnittlichen Exposition (engl. AEI) gravimetrisch Partikelmessungen in der PM2,5-Fraktion durchgeführt. Gravimetrische PM2,5-Messungen erfolgen außerdem zusätzlich an einer Station in einer Hauptverkehrsstraße.

Das Messnetz wurde seit 1997 um kleine und preiswerte Probenahmegeräte an Straßen erweitert, in den Messstationen werden Stickoxide, Schwefeldioxid, Schwebstaub (PM10), Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon gemessen.

Das sollte den Ökofuzzys doch wohl reichen – oder nicht?

In Wirklichkeit werden in einer so großen Stadt wie Berlin tausende Stoffe in die Luft geblasen, deren Namen der Laie noch nie gehört hat und die dann verharmlosend als Feinstaub rabulistisch verbrämt werden.

FEIN und STAUB – klingen nicht gefährlich.

Mit dem Stockholmer Übereinkommen zum Verbot für persistente organische Schadstoffe, auch

POP-Konvention

genannt, wurden Herstellung und Gebrauch des „dreckigen Dutzend“ verboten. Ursprünglich neun Pestizide (Aldrin, Chlordan, DDT, Dieldrin, Endrin, Heptachlor, Hexachlorbenzol, Mirex, Toxaphen), einer Gruppe von Industriechemikalien (polychlorierte Biphenyle) sowie zwei Gruppen unerwünschter Nebenprodukte (polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane) wurden  verboten. Diese Stoffe bzw. Stoffgruppen werden auch als das dreckige Dutzend bezeichnet. An der alle zwei Jahre stattfindenden Vertragsstaatenkonferenz wird über die Aufnahme weiterer Stoffe entschieden. Die Liste der Stoffe ist heute stark erweitert.

Offensichtlich spielen die zahlreichen Flugkerosin-Additive bei ihrer Verbrennung ebenfalls keine bedenkliche Rolle, obwohl die Stoffe schon bedenklich sind und man bei der Kerosinbrühe aus Kerosolen und Metalldispersionen von Slurry spricht.

Angesichts der tatsächlichen übergroßen Palette an Umweltschadstoffen, ist die mickrige Messung in der Weltstadt Berlin fast schon eine Frechheit, man könnte auch den feuchten Finger in die Luft halten.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, auch der Hinweis auf die immensen Kosten und leere Kassen. Es werden tatsächlich alleine Millionen Euro aufgebracht, um etwa die Flugzeugabgase „in situ“ zu messen. Mit Lasern wird die Zusammensetzung der Aerosole in der Atmosphäre gemessen – aber man bindet es der Öffentlichkeit nicht auf die Nase. Denn das könnte dann wie gesagt teuer werden und andere unerfreuliche Nebenwirkungen haben – wenn die Öffentlichkeit die ganze Wahrheit erfahren würde. Und die Öffentlichkeit ist doch zufrieden – in Deutschland laut Glücksatlas so glücklich und zufrieden wie nie.

Eventuell werden da doch noch Stoffe in die Luft geblasen, von welchen selbst wir langjährigen Aktivisten nichts wissen.

Wenn also die Tiefsee stark mit Umweltgiften belastet ist, ebenso wie die Bergseen in den Alpen, dann sollte man in Flughafennähe Urlaub machen – evtl. Wellness – Hotels direkt an die Landebahnen heran bauen, dann kann man morgens bei vegetarischem Frühstück schön die Flugzeuge beobachten – toll.  Vegetarisches Frühstück schmeckt anläßlich der Schwerölverbrennung auf dem Kreuzfahrtschiff ja auch so lecker! Toll! Das ist schön, da freuen wir uns!

 

 

 

 

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