Wer überschuldet ist, der kommt schon mal auf dumme Gedanken

Wird der neue Erdenbürger in Deutschland geboren, dann hat er von Geburt an mehrere zehntausend Euro anteilige Staatsschulden. Das ist ein gewisser Preis dafür, dass man in diesem wunderbaren Land aufwachsen und leben darf. Die deutschen Bürger sind 2016 auch glücklich wie nie zuvor, meint der Allensbach Glücksatlas zu wissen.

Werden im Laufe des Lebens die Schulden jedoch erdrückend, dann muß man sich etwas einfallen lassen. So hatten vor einigen Jahrzehnten junge Leute ohne Geld und rechte Lust zur Arbeit die geniale Idee, leerstehende Häuser zu besetzen. Weil das anfänglich ganz gut funktionierte, nahm man ganze Straßen und Grundstücke in Beschlag und errichtete dort autonome Gebiete. Diese mußte man schließlich in brutalen Straßenschlachten gegen Eigentümer und die von diesen herbeigerufene Polizei verteidigen. Da war was los.

Heute kommen überschuldetet Reichsbürger daher und möchten diesen Trick wiederholen – leider funktioniert es auch diesmal nicht so recht.

Aber es sind nicht nur Bürger, die hoch verschuldet sind, nein ganze Staaten und Länder ächzen unter der Schuldenlast. Die Schuldenuhr zeigt es auf dramatische Weise an.

 

Privatschulden und Staatsschulden

Während ein privater Schuldner von seinen Gläubigern arg in Bedrängnis gebracht werden kann, sehen es Staaten gelassener. Eine Weltmacht kann ohnehin nicht pleite gehen.  Allerdings drücken auch hier die Schulden. Besonders die Bürger, die diese ja in der Regel zurückzahlen müssen.

Sogenannte Ratingagenturen spielen eine wichtige, aber auch seltsam umstrittene Rolle:

Das Votum für den Austritt aus der EU schadete der Kreditwürdigkeit Großbritanniens. Die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch stuften das Land am Montag (Ortszeit) herab. Quelle

Seit langem beherrschen die Einschätzungen der drei großen US-Ratingagenturen die Diskussion über die Schuldenkrise. Wie schätzen Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s die Staaten des Euroraums ein? Wer erhält die Bestnote, das „Triple-A“, wie etwa Deutschland und die Schweiz? Quelle

Schuldenlast der USA

Immerhin wird das bis Oberkante Unterkante verschuldete Land USA noch mit AA+ oder von Fitch mit AAA Bestnote bewertet. Das ist allerhand, aber angesichts der Tatsache, dass die USA als Weltmacht „gewisse Möglichkeiten“ haben, verständlich.

Allerdings stehen die Ratingagenturen selbst in einem komischen Licht, weil man doch zu gut weiß, wer seine Interessen einbringt. Unabhängig sind sie jedenfalls nicht.

Gewisse Möglichkeiten

Wie solche Möglichkeiten aussehen, wissen wir seit Nixon, der den Goldstandard von Bretton Woods gekippt hat, um rund um die Uhr Papier mit Dollarzeichen zu bedrucken.  Der damalige US-Präsident Richard Nixon stoppte am 15. August 1971 die nominale Goldbindung des Dollar („Nixon-Schock“).

Nur zwei Gläubiger halten die USA dauerhaft am Leben?

Die Party in den USA soll ewig weitergehen. Dafür braucht man Geld, viel Geld. Wie mit einem Staubsauger wird es aus dem Ausland abgesaugt. Nur zwei Gläubiger halten die USA dauerhaft am Leben:

Japan und China

Die aktuellsten Daten der US-Notenbank „Federal Reserve“ zeigen, dass sich nach wie vor zwei Länder als Hauptgläubiger der USA betätigen, nämlich Japan und China mit insgesamt 2,5 Billionen US-Dollar (beide fast zu gleichen Teilen). Wie die Statistik zeigt, sind die Summen all die letzten Monate konstant geblieben.

Wie hoch die USA verschuldet sind, man weiß es wahrscheinlich nicht wirklich, weil hier viel getrickst und versteckt wird. Über 6 Billionen US-Dollar? Nicht einmal der Finanzminister Jacob Lew wird es wissen. Wäre interessant, wie viele Schulden er dem neuen Secretary des United States Department of the Treasury übergibt!?

Saudis und Russen investieren woanders

Die Öl-Exporteure (Saudis, Irak, Kuwait etc) sind in einem Posten zusammengefasst mit gerade mal 296 Milliarden Dollar. Recht wenig bei den Überschüssen, die man seit Jahrzehnten angehäuft. Aber die Saudis und ihre Nachbarn vertrauen dem US-Dollar schon lange nicht mehr bedingungslos. Es wird diversifiziert. Die Araber strömen mit ihrem Geld schon seit Jahren in die europäische Industrie und kaufen sich ein, gerne auch in Deutschland. Russland hat seinen Bestand an US-Staatsanleihen allein in den letzten 12 Monaten von 111 Milliarden auf aktuell 70 Milliarden Dollar reduziert (-37%). Man schichtet lieber in Gold um. Quelle

Die USA gaben 2015 fast 600 Milliarden Dollar mehr aus, als sie einnahmen. Diese gigantische Summe muß wie mit einem Staubsauger in der ganzen Welt „aufgesaugt“ werden. Genaue Zahlen sind rein spekulativ, weil gleich mehrere „Schattenhaushalte“ existieren sollen.

Weil der Dollar keinen wirklichen Wert mehr hat, wollte der vorwitzige HOLLANDE diesen 2015 als weltweite Leitwährung abgelöst sehen. Haha – das hat ja super geklappt. Nochmal kommt er erstmal nicht auf die Idee!

Frankreich hat gestern den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen und steht wie Deutschland vor dem finanziellen Ruin, schreibt die britische Zeitung Daily Express.

Quelle

Was wäre wenn?

Auf unserem kleinen investigativen Blog darf man auch einmal ein bischen schwadronieren. Wo denn sonst?

Jedenfalls sehen wir heute, dass es in fast allen Konflikten und Kriegen um Bodenschätze und strategische Vorteile geht. Siehe aktuell den Nahen Osten. Freilich wird das heute alles rabulistisch gut getarnt als Friedens- und Hilfseinsatz verkauft. Man müsse gefährliche Diktatoren beseitigen und Demokratie einführen. Oft findet sich auch immer ein geeigneter Stratege, der um „Hife und Beistand“ ruft. Auch nach Unwetterkatastrophen kann man militärische Stützpunkte einrichten, die dann für immer bleiben.

Die Russen haben sich die enormen Bodenschätze in der Arktis schon einmal mit mächtig Militär gesichert. Da kommen die USA nicht heran.

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Manchmal wird man auch ausgetrickst, wie von den Saudis:

Eine besondere Beziehung: Was Saudi-Arabien und die USA verbindet

Bis 1973 hatten die USA vier große Füße in Saudi-Arabien: Exxon, Mobil, Gulf und Socal. Als das Königreich die Besitzer von Saudi-Aramco jedoch enteignete, mussten die Beziehungen neu gestaltet werden. Finanzminister William Simon handelte das „Petrodollar-Recycling“ aus. Die Folge ist, dass die Golfmonarchie nun ihrerseits einen sehr großen Fußabdruck in der US-Wirtschaft hat.

Weil die Rolle der Saudis bei den 9/11-Anschlägen zu Irritationen geführt hat, staunt man aber doch, dass die Saudis den Wahlkampf von Clinton so massiv gesponsert haben:

Mit einer heftigen Reaktion antwortet Riad auf ein US-Gesetz, das Amerikanern Entschädigungsklagen gegen Saudi-Arabien erlaubt. Die Regierung zeigt sich empört und warnt vor den katastrophalen Folgen für die diplomatischen Beziehungen. Quelle

Die weltweite Dollarfakturierung des Erdöls ist ein Garant für den Zufluss an Devisen nach USA:

Seit dem Zweiten Weltkrieg wird der Handel mit Erdöl hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet. Das hierfür verwendete Geld wird auch als Petrodollar bezeichnet.

Folgen der Dollarfakturierung

Aus der Dollarfakturierung des Erdöls lassen sich drei Bedeutungen ableiten:

Erstens hat die große und konstante Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Rohöl einerseits zur Folge, dass der Wechselkurs jedes Landes gegenüber dem US-Dollar eine entscheidende ökonomische Größe ist – schließlich beeinflusst er in großem Maß die Rohstoffpreise eines Landes.

Zweitens verursacht die fast ausschließliche Dollarfakturierung andererseits bilanztechnisch Verbindlichkeiten der US-Zentralbank Federal Reserve gegenüber den erdölexportierenden Ländern in enormem Umfang, da diesen Ländern durch den Ölexport große Dollarbestände zufließen.

Drittens fließen der US-Zentralbank in Höhe der Ölkaufpreise Devisen der ölkaufenden Nationen zu. Quelle

Erdölfakturierung in Saudi-Arabien

Mehreren Studien zufolge vereinbarten die Vereinigten Staaten 1972/73 (also ein Jahr nach dem offiziellen Ende der Goldkonvertibilität des US-Dollars) mit Saudi-Arabien, dass das saudi-arabische Öl nur in US-Dollar fakturiert werde. Als Gegenleistung hätten die USA demnach militärische Unterstützung an Saudi-Arabien ausgesprochen.[1]

Offizielle Nachweise über eine solche Vereinbarung gibt es nicht.[2]

Zu dieser Zeit war Richard Nixon US-Präsident. Henry Kissinger war sein wichtigster Berater in Sachen Sicherheit und Außenpolitik. Die USA waren damals bestrebt, die Einflüsse bzw. Einflussversuche der UdSSR in vielen Ländern der Welt einzudämmen; Nixon betrieb eine „Twin-Pillar-Policy“ (Zwei-Säulen-Politik) genannte Politik, die darauf ausgerichtet war, den sowjetischen Einfluss im Persischen Golf (speziell im Iran und in Saudi-Arabien) einzudämmen.[3]

Die offiziellen Schulden bei den Golfstaaten sind mit 300 Milliarden Dollar fast lächerlich. Aber wie gesagt: Offizielle Nachweise zu „Vereinbarung“ gibt es nicht.

Auch weiß man nicht genau, wie viel Geld die Golfstaaten in den USA investiert haben, was ihnen dort alles gehört? Weil in den Golfstaaten immer wieder mal Wassermangel herrscht, kauft man in Afrika und den USA riesige landwirtschafliche Flächen auf.

Almarai betreibt mitten in der Wüste die größte Kuhfarm der Welt. Um die Versorgung der 50.000 Tiere zu sichern, kauft der Konzern nun massiv Agrarflächen im Ausland auf, vornehmlich in Afrika und den USA. Die Regierung unterstützt die Strategie: Im vergangenen Jahr hat die Politik finanzielle Förderung für alle Investoren angekündigt,  die Ackerland in Übersee kaufen. In Afrika und vornehmlich im Sudan haben saudische Investoren bereits mehr als eine Million Hektar Land gekauft und sich dort bereits massive Kritik wegen Landgrabbings eingehandelt.

So hat das Unternehmen jüngst Agrargrundstücke in den USA für insgesamt 80 Millionen Dollar gekauft. Mehr als vierzig Quadratkilometer davon liegen in Arizona, zudem kaufte Almarai auch sieben Quadratkilometer in Kalifornien, meldet Reuters. Kalifornien ist einer der beliebtesten Staaten für ausländische Investoren in den USA. Rund 2,5 Prozent des privaten Ackerlands sind in ausländischem Besitz, zitiert die Fachzeitschrift Agrimoney Daten des US-Landwirtschaftsministeriums.

Besonders die Farmer im dürregeplagten Kalifornien kritisieren den Schritt, so Berichte aus US-Medien. Almarai baue das Heu für seine Kühe künftig ausgerechnet in Regionen an, die selbst mit Trockenheit und Wassermangel zu kämpfen haben. Besonders Kalifornien kämpft seit vier Jahren  mit einer Jahrhundert-Dürre,  die die Wirtschaft des Staates nach offiziellen Schätzungen bereits 2,74 Milliarden Dollar gekostet hat. Quelle

Welches Druckmittel haben die Saudis gegen die USA?

Wenig bekannt ist auch, dass die USA über hundert Jahre lang nur einen Teil des Erdöls überhaupt bezahlten, für den Rest vergab man Papier – in Form von Staatsanleihen!

Wenn man sieht, wie rigoros die USA mit Strategen umgeht, die in ihren Augen versagt haben und die man los werden möchte, siehe Saddam Hussein u.a., dann staunt man, dass sich die USA ihren Schulden gegenüber den Golfstaaten nicht längst entledigt haben. So ein Waffenarsenal haben die Saudis auch wieder nicht, auch wenn sie ausgerechnet für aberwitzige Milliardensummen Waffen in den USA kaufen.

Irgend einen Trumpf müssen die Wüstensöhne in der Hand haben, der sie schützt und von dem die Welt nichts weiß?

Regen in der Wüste

Da hat man also eine superreiche Region mit gewaltigen Bodenschätzen, aber wenig Wasser. Andere haben weniger Bodenschätze, aber viel Wasser.  Wie könnte man da einen Ausgleich herstellen? Etwa indem man an den Jetstreams herumpfuscht? Das wäre u.U. billiger, als das Wasser zu transportieren oder per Pipeline zu versenden.

Die Geoengineere hätten  sich da auch noch etwas ausgedacht: In wasserreichen Regionen zieht man Wasser aus der Atmosphäre und schiebt die künstlichen Wolken per künstlich erzeugter „Wellen“ an den Ort des Bedarfs? Möglich wäre das, hat mir ein glaubhafter Whistleblower bestätigt.

Anscheinend probiert man das gerade aus?

 

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