Ein insgesamt heikles Thema, besonders in Deutschland, wo ja vieles dazu quasi per Gesetz festgeschrieben ist. 

International wird natürlich fleißig diskutiert und geforscht. Durch das Internet kann man heute selbst weltweit recherchieren, was in früheren Zeiten nicht ohne weiteres möglich war.

So sieht man mit Erstaunen alte Ausgaben großer bekannter US-Zeitungen, die damals bereits über einen Holocaust von sechs Millionen Juden in Rußland bzw. Osteuropa berichteten. Bei uns bis heute nicht allgemein bekannt:

Six Million Jews Need Help

 

Leading Israeli Rabbi Says the Arrival of the Messiah is Imminent

Vor hundert Jahren waren gläubige Juden in heller Aufregung, weil man ganz dringend den Messias ben Joseph erwartete, der aber nicht kam. Immerhin bekam man aber das gelobte und heilige Land wieder. Völkerrechtlich eine Sensation – bis heute.

Historisch gesehen war das Land trotz des Kriegsgottes JAHWE überwiegend fremdbeherrscht: Babylonier, Assyrer, Ägypter, Römer, Osmanen, Engländer! Israel zerfiel früh in zwei Hälften: 10 Stämme gelten als „verloren“ – Juda und Levi blieben zusammen.

Über die Jahrhunderte und weltweite Zerstreuung blieben offensichtlich nur Juden übrig. Das ist über so einen langen schicksalhaften Zeitraum bemerkenswert. In Deutschland hat heute jeder fünfte bereits einen sog. Migrationshintergrund. Manche rechnen schon, wann es (fast) keine richtigen Deutschen mehr gibt!  Ich bin zum Glück  ja Oberfranke und nicht vom Aussterben betroffen 😉 Wer weiß, was in zweitausend Jahren mit den Deutschen sein wird!?

So lästern auch manche, dass „die Juden“  gar keine mehr sein könnten – sondern vielmehr turkstämmische Nomaden. Die Diskussion dazu ist natürlich höchst umstritten und wir wollen uns gar nicht einmischen.  Für gläubige Juden selbst ist es sehr wichtig, ein „echter Jude“ zu sein – aber auch da mischen wir uns nicht ein, zumal das so hoffnungsvolle 5776 für die Juden vor vier Wochen endete! Auch diesmal kam der so dringend erwartete Messias nicht.

rabbi-kanievsky

Rabbi Chaim Kanievsky, a leading authority in mainstream Ultra-Orthodox Judaism, has been giving clear and unequivocal messages recently that the coming of the Messiah is imminent. He is urging Jews to make Aliyah as soon as possible. Aliyah, the Hebrew verb for “going up”, refers to immigrating to Israel, which is seen as higher spiritual action that can help herald in the coming of the Messiah.
Read more at http://www.breakingisraelnews.com/44534/leading-israeli-rabbi-messiah-imminent-jewish-world/#Hkvj4gv2QdyQBhgH.99

Wo sind die anderen 10 Stämme?

Auch dazu gibt es reichhaltige Diskussionen. Bestimmte Forscher wollen etwa an Orts- oder Flußnamen die Route der wandernden verlorenen Stämme erkannt haben.

„Auch ich bin Jude“, sagte mir freudestrahlend ein junger Mann, mit dem ich zufällig über die Stiftshütte (Mischkan (hebräisch מִשְׁכַּן) ins Gespräch kam.

Später fiel mir dazu auf, dass ich noch nie jemand habe sagen hören:

Ich bin Levit, vom Stamm Levi!

Die Leviten waren getrennt von den eigentlichen „Kindern Israels“. Dies wird damit begründet, dass sie kein eigenes Land erhielten und daher nicht zu den festen Bewohnern Israels zählten. Sie erhielten den Auftrag, als Priestergeschlecht für alle übrigen Stämme da zu sein. Nach der Landverteilung, die das Buch Josua in Jos 14-19  beschreibt, erhielt der Stamm Levi daher Wohnstädte innerhalb der übrigen Stammesgebiete (Jos 21) Quelle

Der Stamm ging vom Namen nach also unter. Aber was ist mit Gad? Noch niemals habe ich davon gehört, dass jemand sagt: „ich bin Gade“ – oder würde man heute Gader sagen? Das ist irgenwie seltsam.

Juda war ja nur einer der Söhne Jakobs – von vier Frauen! Eine Wertigkeit durch die verschiedenen Mütter machte Jakob selbst nicht:

  • Gen 49,1-27: Jakob segnet vor seinem Tod jeden seiner Söhne: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Sebulon, Issachar, Dan, Gad, Ascher, Naftali, Josef und Benjamin.

Hallo – ich bin ein Naftali, ein Sebulone, ein Daner – oder fast ein wenig lustig:

Hallo, bin ein Ascher!

Offenbar wurde die Notwendigkeit empfunden, die Zwölfzahl nach dem Wegfall Levis aufrechtzuerhalten: Darum wurde der Stamm Josef in die Stämme Manasse und Efraim aufgeteilt. Zugleich rückte Gad an Levis Stelle, so dass auch die Anzahl der Söhne Leas sechs blieb. Daher hielt Martin Noth die Versionen, die Levi als eigenen Stamm an dritter Stelle nennen, für älter als die, in denen er fehlt. Die feste Reihung der sechs Söhne Leas erklärte er aus einer frühen Stammeseinheit, noch bevor die übrigen Stämme in das Siedlungsgebiet Israels einrückten.

Im Deborahlied (Ri 5), das als einer der ältesten Bestandteile des Pentateuch gilt, werden gar nur zehn Stammesgebiete genannt: Es fehlen Juda und Simeon – seltsam!

Bis etwa 1960 erklärte die alttestamentliche Wissenschaft den israelitischen Stämmebund oft als eine Amphiktyonie, also eine feste Einheit von tatsächlichen zwölf Stämmen, die sich um ein Zentralheiligtum gruppierten. Diese Hypothese gilt heute allerdings weithin als widerlegt.

Manche Wissenschaftler kamen aufgrund ihrer langjährigen Forschungen gar zum Schluß, es seien ursprünglich gar keine „Brüder“ gewesen, sondern sahen die Stämme eher als „Eidgenossenschaft“! Hört, hört!

Martin Noth entfaltete diese These seit 1930 mit dem Aufsatz Das System der zwölf Stämme Israels. Er erklärte den Stämmebund als Einigung der sesshaft gewordenen benachbarten Stämme auf die JHWH-Verehrung in der Richterzeit unter Josua, dem Nachfolger Moses, wie sie in Jos 24 und Ri 19-21 dargestellt sei. Für die Verbreitung einer solchen sakralen Einheit um ein Zentralheiligtum zog er außerbiblische Parallelen aus dem antiken Griechenland und den Italikern heran.

Verschiedene Forscher vertraten ergänzend dazu, es habe kleine Neben-Amphiktyonien gegeben, etwa in Hebron (Sayce 1889), Kadesch(Noth und Alt), Sichem (Noth und T.J. Meek 1936), Gilgal (K. Möhlenbrink 1938) oder Betel (Alfred Jepsen 1953/54).

Einen eher lockeren Verband nahmen A.M. Beek (1961) und Siegfried Hermann (1962) an.

Der dreizehnte Stamm

Der dreizehnte Stamm (englisch The Thirteenth Tribe) ist ein 1976 erschienenes Sachbuch von Arthur Koestler, das sich populärwissenschaftlich mit der umstrittenen These beschäftigt, das östliche Judentum stamme vom Volk der Chasaren ab. Dieses bildete im frühen Mittelalter ein Reich in Südrussland und nahm, zumindest zum Teil, die jüdische Religion an. Koestler bezieht sich auf Abraham N. Poliak.

Den Vogel schoß ausgerechnet der  israelische Historiker Shlomo Sand mit seinem Buch Die Erfindung des jüdischen Volkes ab! „Antisemiten“ nahmen dies immer heran, um das Existenzrecht des Staates Israel abzustreiten.

Verlorene Stämme Israels

Als die Verlorenen Stämme Israels (aseret ha-schvatim oder ha-shvatim) bezeichnet man die zehn israelitischen Stämme, die nach der Eroberung des Nordreiches Israel durch die Assyrer im Jahr 722/21 v. Chr. unter Sargon II. umgesiedelt wurden (2 Kön 17,6 EU) und seitdem als verschollen gelten. Man nimmt an, dass kleine Teile zurückkehrten, als das babylonische Reich das assyrische später ablöste. Quelle

Die jüdische und christliche Religionsgeschichte ist reich an Versuchen, die „verlorenen Stämme“ mit bestehenden Völkern und Stämmen zu identifizieren. Beispielsweise verbreitete sich in England im 19. Jahrhundert die These des Anglo-Israelismus, nach der die angelsächsischen Völker über die Skythen von den Israeliten abstammen sollen.

Wußten Sie das?

Der Stamm der Bnei Menashe aus Indien, der sich eine primitive Form der jüdischen Religion bewahrt hatte, wurde in jüngerer Zeit von jüdischen Geistlichen und dem Staat Israel als Juden im religiösen Sinn anerkannt. Ihr Name legt einen Zusammenhang mit dem Stamm Manasse nahe.

Die Falascha aus Äthiopien wurden aufgrund ihrer Religion als Juden anerkannt.

Die Lemba im südlichen Afrika gelten aufgrund von Gentests als Nachfahren der jüdischen Priesterkaste.

Einzelne Exegeten gehen in neuerer Zeit davon aus, dass Israel als theologische Größe erst nach 722 v. Chr. bestanden hat. In diesem Fall wäre der Bund der Zwölf Stämme Israels eine Fiktion aus späterer Zeit ohne historische Grundlage und die Suche nach den „Verlorenen Stämmen Israels“ obsolet.[3]

Aber

Gemäß einer Theorie von Kamal Salibi lebten die Israeliten vor dem Babylonischen Exil in der heutigen Region Asir in Saudi-Arabien.

denn dann

wäre eine wunderbare Verheißung Gottes an sein Volk heute in Erfüllung gegangen:

…Wer hat dem Platzregen seinen Lauf ausgeteilt und den Weg dem Blitz und dem Donner und läßt regnen aufs Land da niemand ist, in der Wüste, da kein Mensch ist, daß er füllt die Einöde und Wildnis und macht das Gras wächst?…

Denn auf wundersame Weise „regnet“ es heute tatsächlich in den saudi-arabischen Anbaugebieten in der Wüste!



 

Danke an die Unterstützer aus Politik, Wirtschaft und Kultur – und Sie!

#mussmanwissen #NEOPresse #blastingnews

 

 

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Eine Antwort »

  1. At the start of the session, Speaker Abbas stressed that the tragic anniversary of Balfour Declaration that gave right to the Jews to establish a so-called “national homeland” on the land of Palestine is not built on any legal or ethical basis.

    http://sana.sy/en/?p=92251

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