Vorsicht-SatireNach dem WKII vermuteten die Alliierten ein „Nazigen“ bei den Deutschen, das es zu vernichten oder wenigstens zu „verwässern“ galt. Die übelsten Nachkriegspläne wurden diskutiert, dann aber offiziell verworfen, waren sie doch zu nahe an dem, was man den Nazis immer vorgeworfen hatte.

Auch heute wird wieder ein „Nazigen“ vermutet und speziell im Internet bekämpft, wo es am häufigsten verortet wird. Viel Geld lassen sich das sowohl private Besorgnisträger aber auch ein besorgter Staat kosten, den besorgten Bürger aufzuspüren und dann evtl. sogar zu „entsorgen“

besorgte Bürger - Kinder

Deutsche haben kein „Satire-Gen“

Eines kann man heute aber mit Sicherheit feststellen: Ein Satiregen haben wir Deutsche nicht. Unserer Mentalität entsprechen eher karnevalistische Büttenreden bzw. das, was man heute „Comedy“ nennt!

Deshalb ist man mehr als erstaunt, über den gewaltigen Umfang es Deutschen Kabarettarchives! Leider sind die zahlreich dort archivierten Kabarettisten der breiten Öffentlichkeit relativ unbekannt geblieben – besonders die in Nazideutschland verbotenen! 

#Jesuischarlie

Um so erstaunter war man, wer plötzlich alles „Charlie“ sein wollte. Wurde dann aber schnell wieder klargestellt, dass „Satire nicht alles darf – besonders in Deutschland“!

Wegen fehlendem „Satire-Gen“ hatten die wenigen Satirezeitschriften im Nachkreigsdeutschland keine wirkliche Chance.

pardon war eine deutschsprachige literarisch-satirische Zeitschrift, die von 1962 bis 1982 erschien. Markenzeichen von pardon war F. K. Waechters Teufelchen, das seine Melone lupft. Ihr Ziel war, ein kritisches Klima und etwas Farbe in die aus Sicht der pardon „verkrusteten Verhältnisse“ der Adenauer-Ära zu bringen. Viele große Namen veröffentlichten dort:

Pardon verband Politik mit Humor, Information mit Satire und Philosophie mit Grafik. Zu den Autoren gehörten die damals noch unbekannten und erstmals veröffentlichenden Studenten Robert Gernhardt und F.W. Bernstein sowie die Zeichner Kurt Halbritter, Hans Traxler, F.K. Waechter, Walter Hanel, Stano Kochan und Chlodwig Poth. Es gab die ständige Nonsensdoppelseite WimS – Welt im Spiegel, viele Jahre vorwiegend von Bernstein, Gernhardt und Waechter bestritten. In Pardon veröffentlichten Alice SchwarzerGünter Wallraff und Gerhard Kromschröder ihre ersten großen Rollenreportagen, Freimut Duve, Robert Jungk, Hagen Rudolph und andere ihre viel beachteten Meinungskolumnen. Auch Wilhelm Genazino war einige Zeit Redaktionsmitglied. Im Februar 1979 waren Paul Badde und Albert Christian Sellner für den allgemeinen Teil der Zeitschrift verantwortlich, den Badde in einem Buch ironisch das „Ressort Theologie und Pornographie“ nennt, sowie für Musik- und Literaturkritik der Zeitschrift.[1]  Quelle

Deutsches MAD

Das erste deutsche MAD erschien im September 1967 (ISSN 0723-9289). Da es auf dem deutschen Markt guten Absatz fand, konnte die Auflage rasch gesteigert werden. Nach 32 Ausgaben wurde Herbert Feuerstein Chefredakteur des Magazins und prägte dessen Stil maßgeblich, woran seit 1975 auch der textende Zeichner Ivica Astalos großen Anteil hatte. Ein wichtiges Merkmal des deutschen MAD war, dass auch deutschsprachige Autoren und Zeichner (I. Astalos, Dieter Stein, Nils Fliegner, Rolf Trautmann und Gunther Baars) Beiträge verfassten und MAD somit einen deutschen Anstrich verliehen. Quelle

Titanic

Titanic (ausführliche Bezeichnung: TITANIC – Das endgültige Satiremagazin) ist mit einer Druckauflage von 99.760 Exemplaren[1] nach Eulenspiegel die zweitgrößte Satirezeitschrift Deutschlands. Sie erscheint monatlich im Titanic-Verlag in Berlin, ihr redaktioneller Sitz ist Frankfurt am Main.

Jedes Heft wird vor der Veröffentlichung von der Rechtsanwältin Gabriele Rittig überprüft.[19] Denn bislang beschäftigten schon zahlreiche Strafanzeigen und Unterlassungsklagen derjenigen, die sich als Zielscheibe einzelner Veröffentlichungen in der Titanic diskreditiert bzw. ihre Ehre oder ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sahen, Anwälte und Ermittlungsbehörden mit der Frage, wie weit Satire gehen darf. Seit der Gründung des Magazins wurden bis 2007 insgesamt 35 Ausgaben verboten, der Verlag war in 55 Gerichtsverfahren verwickelt.[20] Erfolgreich klagten unter anderem Apple Deutschland, Johannes Rau, Friedrich Merz, Benjamin von Stuckrad-Barre, Gerhard ZwerenzEvelyn Künneke, Hans-Joachim Kulenkampff und Björn Engholm. Die von Engholm erstrittene Schadensersatzzahlung und die Anwalts- und Gerichtskosten beliefen sich nach Gsellas Angaben auf rund 190.000 Mark und brachten die Titanic an den Rand der Insolvenz.[21]

Helmut Markwort scheiterte dagegen vor Gericht gegen Titanic,[22] ebenso wie achtmal die römisch-katholische Kirche. Diese hatte viermal wegen Verunglimpfung des Papstes und dreimal wegen Religionsbeschimpfung geklagt, einmal fühlte sich der ehemalige Bischof von Fulda, Johannes Dyba, beleidigt.[23] Quelle

Eulenspiegel

Der Eulenspiegel ist ein monatlich erscheinendes Humor– und Satiremagazin mit einer Auflage von 110.000[1] Exemplaren. Es wird von der Eulenspiegel GmbH in Berlin herausgegeben.

Besonders in den 1990er Jahren war der Eulenspiegel bekannt für satirische Aktionen, die meist von den damaligen Redakteuren Georg Behrend und André Mielke durchgeführt wurden. So nahmen sie für die Mai-Ausgabe 1993 unter dem Vorwand, ein Panoptikum für die „Köpfe der Wende“ zu eröffnen, einigen Prominenten Gipsabdrücke ihrer Gesichter ab. Zu den Opfern zählten etwa Lutz Rathenow, Gunther Emmerlich, Konrad Weiß, Sabine Bergmann-Pohl und Rainer Eppelmann.[16] Für das Juni-Heft 1995 reisten Mielke und Behrend zusammen mit Martin Sonneborn, der damals Eulenspiegel-Praktikant war,[17] in einem als Castor-Transporter ausgewiesenen LKW durch Deutschland.[18] Quelle

Aber wie gesagt, für die breite Öffentlichkeit ist das nichts. Hier gilt nach wie vor die Parole:

Wolle mer se reihern losse?

 

 

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Über frankenberger10

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  1. Wer kann andere Nationen besonders gut zum Lachen bringen? Die Deutschen jedenfalls nicht. Sie landeten im Vergleich mit 15 Ländern auf dem letzten Platz.

    http://www.welt.de/kultur/article13421700/Die-Deutschen-sind-die-unwitzigste-Nation.html

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