bunte Zukunft


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Das ist schön: Deutschland ist bunt und Berlin noch bunter. Das kommt nicht nur alleine von den vielen bunten Wolken, die man deutschlandweit aber auch weltweit beobachten kann! Es liegt auch an den Zuwanderern in allen Farben. Eine Bürgerpflicht ist es geradezu, das bunte Land auch schön zu finden. Dem letzten Zweifler erklärt man es nochmal ganz genau:

Gute Führung, starker Mittelstand, hohe Lebensqualität: Das mache Deutschland international spitze, erklärt eine Studie, die in Davos vorgestellt wurde. Die USA kommen erst auf Platz vier. Quelle

Aber auch tolerant sind wir – bunt und tolerant. Bunt ohne Toleranz kann nämlich leicht knifflig werden. Wie tolerant wir sind, das hat selbst mich als Spät68er vom Hocker gehauen, als ich mir anlässlich des CSD das bunte Treiben angesehen habe. Man, sind wir bunt – und tolerant. Dabei haben die 68er diese Buntheit und Toleranz erst angeschoben:

Wer zweimal mit der selben pennt – bis hin zum Rudelbumsen! 

Heute kann man kaum noch zwei Kinder finanzieren – die Wohnung zu teuer, die Steuern zu hoch! Aber immerhin: Bunt und tolerant, arm aber sexy. Besonders das Präkariat.

Nun kommen aber Menschen zu uns, die das bunte Treiben gar nicht mal so toll finden. Sie haben strenge religiöse Regeln. Weniger bunt! Religion, was ist das denn, fragen sich Leute, die mal erzählt bekamen, dass sie Christen seien. Hä? Weihnachten? Wurde da Moses geboren?

Neulich reiste ein Familienvater zu, ganz schön bunt: Vier Frauen, vierzehn Kinder! Obwohl: Richtig bunt waren die Frauen nicht – sie trugen schwarze Burkas. Beim CSD wird man die wohl in Jahren noch nicht als begeisterte bunte Zuschauer sehen?  Wer weiß?  Unsere bunte Toleranz färbt schnell ab.

Möglichst schnell will man die unbunten Zuwanderer bei uns integrieren, auch wahlberechtigt sollen sie werden, um die Integration in die Gesellschaft zu fördern. Wen die dann wohl einmal wählen? Die Bunten oder die Schwarzen?

Jedenfalls hätten sie in Berlin eine große Auswahl an bunten Parteien, fast alle Farben sind vertreten – nur die Menschenfresser-Partei hat man nicht zugelassen (aus formalen Gründen). Die hätten auch beim CSD noch gefehlt. War da nicht mal was? Strategen, die sich was abschneiden und dabei zum Höhepunkt kommen?  Fast schon ein bischen zu bunt. Aber warten wir mal ab, der nächste CSD kommt bestimmt – da fällt Böhmermann evtl. was ein? Ziege und CSD? Und das ähnlich frei auf die Straße gebracht, wie gerade eben: „Mutti, weshalb hat der dicke alte Mann einen Gummirüssel?“ „Das ist eine Frau, Kevin!“ „Und weshalb wird er an einem Hundehalsband geführt?“ „Weil er tolerant ist!“

Kaum zu glauben, dass bei 21 zugelassenen Parteien, der eine oder die andere keine passende wählbar findet? Was ist da los? Man bleibt zuhause, besonders, wenn man unter 30 Jahre alt ist. Da interessiert nur jeden zweiten die Wahl überhaupt. Man ist mit Pokemon beschäftigt! Könnte man dieses Jahr nicht vor den Wahllokalen Pokemons verstecken? Eventuell würde man die 60 % Wahlbeteiligung wieder erhöhen können?

Leider sind es in manchen Stadtgebieten unter 20 Prozent, die sich zur Wahl begeben. Dabei hätten gerade dort die Leutchen Zeit, denn diese Stadtteile werden überwiegend von Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern bewohnt. Dagegen haben Wohnviertel mit gebildeten und reicheren Berlinern eine hohe Wahlbeteiligung. Das ist eine fatale Situation für die Parteien, die sich eigentlich für die Belange der ärmeren Präkariatsschichten einsetzen möchten – die gehen nicht wählen! Die wählen aber auch die AfD nicht. Die bleiben so lange zuhause, wie noch Bier und Zigaretten da sind?

Oder ist man doch einfach nur frustriert, weil die alternativen Parteien selten über die Hürde kommen und diese Stimmen unter den Tisch fallen?  Eigentlich ein starkes Stück, dass bei dieser geringen Wahlbeteiligung dann bis zu 10 Prozent der Stimmen bedeutungslos versickern. Das muss geändert werden. Denn hier werden die etablierten Parteien plötzlich weniger bunt, eher grau: Auf die Erfahrungen der Weimarer Republik muss man zugreifen, um zu begründen, dass ein Parlament nicht zu bunt werden darf! Eine Gefahr für die Demokratie lauere hier – und da ist dann Schluss mit BUNT!

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Danke für Ihre Unterstützung!

 

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