Hollande hat erklärt, Frankreich sei im Krieg und Merkel äußerte sich ähnlich:

Im Krieg gegen den Terror!

Aber – man kämpfe nicht gegen den Islam (der hätte auch über eine Milliarde gläubige Anhänger, mit vielen davon betreibt man die lukrativsten Geschäfte), sondern gegen den Terror. Terror ist ein schwammiger Begriff, da kann jeder sein Süppchen kochen. Die Regierung hat Terror trotz mehrfacher Aufforderung auch nie wirklich definiert.

Vielleicht ist der Kampf gegen den Terror auch deshalb so schwer, weil man keinen klar definierten Gegner hat. So bilden sich auch die eigenartigsten Koalitionen gegen den Terror. Manch ein Friedensbringer wird selbst als Terrorist gesehen.

Würde man einem Land den Krieg erklären, dann müsste man eine offizielle Kriegserklärung aussprechen – so kann man das lapidar in einem Nebensatz erledigen und nach Bedarf mal hier, mal da, ein bisschen angreifen. Deutschland hat mit vielen ehemaligen Kriegsgegnern und Feindländern ohnehin keinen Friedensvertrag. In Zeiten, in welchen Verträge überwichtig sind, sieht man den fehlenden Friedensvertrag eher lapidar als Nebensächlichkeit. Dabei schrieb die WELT noch 2012:

Wenn am 25. September 2012 die 193 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen (UN) zu ihrer turnusmäßigen Vollversammlung in New York zusammenkommen, werden auch einige darunter sein, deren Leumund nicht der beste ist: Nordkorea, Simbabwe, Syrien, Kuba oder Iran. Doch das ist nichts gegen jene Länder, die als „Feindstaaten“ firmieren. Darunter sind nicht wenige europäische Staaten, allen voran Deutschland.

Quelle

der da

Jedenfalls dürfe man aber nun niemand unter #Generalverdacht stellen. Ein typischer #Nudging-Witz der Regierung. In einem Land, dessen zweiter Vorname „Generalverdacht“ ist und wo Menschen nachts extra aufstehen, um jemand unter Generalverdacht zu stellen, da mutet es wie #Realsatire an:

Niemand unter #Generalverdacht stellen!

Gerade wird eine vermeintliche Anti-Hass-und Hetze – Kampagne geritten, in welcher man ausgerechnet Umweltschützer gleich mit unter Generalverdacht stellt: Wer Flugzeugabgase nicht harmlos findet, der kann nur ein NAZI sein. Oder 250 000 TTIP Gegner auf einer Demo in Berlin: Von braunen Hintermännern gesteuert.

Ganz schlimm ist der Generalverdacht gegen den besorgten Bürger, den man gar „entsorgen“ müsse:

Wenn ich mich heute als Freidenker in einem erzkatholischen Dörfchen niederlassen würde, schon stände ich unter Generalverdacht! Übertrieben? Gerade haben erzkatholische Jugendliche in Polen den Papst als „Antichrist“ bezeichnet und gefordert, man möge ihn auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

Aber wir, wir alle, (und sie wissen ja – ich liebe euch doch alle – alle Menschen ;-)) stehen generell unter Generalverdacht. Überall wird man von Kameras beobachtet, selbst auf dem Lokus, abgetastet, kontrolliert und durchleuchtet – Rasierwasser beim Einchecken wird  abgenommen – Generalverdacht: könnte Sprengstoff sein.

Laut 9-Punkte-Anti-Terror Plan (Bankrotterklärung) wird dieser Generalverdacht nun noch verstärkt: die Geheimdienste, die ja in Deutschland mittlerweile selbst unter Generalverdacht stehen, sollen weiter ausgebaut werden.

Wenn man dann noch unter einer Selbstbestätigungsblase mit kollektivem Realitätsverlust lebt, wie manch ein Politiker, dann kann es schon vorkommen, dass Leute, die selbst unter Generalverdacht stehen, einen Generalverdacht gegen alle anderen hegen. Für Generäle kann das böse Folgen haben, wenn Paranoia ausbricht und auch der General unter Generalverdacht inhaftiert wird, wie gerade in der Türkei.

Jedenfalls habe ich auch einen Generalverdacht – wie so viele andere mittlerweile auch!

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Über frankenberger10

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