Tore Schlunz, der durch seine genialen Bilder und Karikaturen so toll begeistert, schreibt auf seinem Blog:

Es gibt Menschen, die vertreten die wirre Theorie, dass Flugzeugtreibstoff (Kerosin) für das Entstehen von Chemtrails verantwortlich sei und dazu stellen sie pseudowissenschaftliche Abhandlungen ins Netz.

Kelly

Vor 28 Jahren stellte  Petra Kelly eine Kleine Anfrage zu den Flugzeugemissionen. Die Chemtrailbewegung gab es bei uns damals noch lange nicht. Die Fragen zur Umwelt- und Gesundheitsschädlichkeit der Flugzeugabgase wurde dann von einer übermächtigen Lobby schnell vor der Öffentlichkeit verborgen, was nicht schwer war, weil für die Leute die Fliegerei eine faszinierende Angelegenheit ist und der Urlaubsflug eine „Heilige Kuh“!

1988 da kam tatsächlich noch Ruß aus den Turbinen, die heutigen Triebwerke haben nicht mehr viel damit zu tun. Denn so wie ich für eine moderne Heizungsanlage keinen Schornsteinfeger mehr brauche, so verbrennen die Turbinen das Kerosin fast zu 100 %.

Schlunz schreibt:
Kerosin ist das Zeug, von dem man absolut nichts sieht, wenn das Flugzeug durch relativ trockene und warme Luft fliegt. Es ist trotz seiner giftigen Additive der am „saubersten“ verbrennende Kraftstoff, was die Quantität der Aerosole betrifft. Quelle

Ok – „sauber“ würde ich das nicht nennen, was aus den Triebwerken kommt. Kopf reinhalten in den Abgasstrahl und ein paar kräftige Züge nehmen – nicht gut – gar nicht gut.

Ich will das hier nicht noch einmal aufrollen, was wir in den letzten Jahren herausgearbeitet haben.  Schlunz geht es ja auch darum:

Fazit: Das mit dem Kerosin ist Bullshit. Das hat sich jemand ausgedacht, um Menschen in die Irre zu führen und vom Wesentlichen abzulenken.

Wenn man mit dem äußerst negativ gelabelten „Chemtrails“ über Jahre gegen die Wand läuft, manche Aktivisten sind darüber alt und müde geworden, dann ist der Hinweis auf die Schädlichkeit der Flugezeugabgase nur legitim und ein guter Hebel, um das eigentliche Thema überhaupt anbringen zu können. Selbst die hartnäckigsten Wasserdampfkonspiratisten und „Zeugen Lorenz“ geben mittlerweile zu, dass Flugzeugabgase nicht sauber sind. Das Umweltbundesamt warnt gerade sogar, man solle auch einmal auf einen Urlaubsflug verzichten – was einem kleinen Erdbeben bei dem Thema gleichkommt.

Anstatt hier unnötige Gräben aufzureißen und Spalterei zu betreiben, sollten die „harten Chemmies“ die Gelegenheit beim Schopfe fassen und ihre Sicht der Dinge per „Kerosin und Emissionen“ ebenfalls nach vorne bringen.

Selbst beim Kerosin ist es schon sehr schwer, und man muß viel Zeit und auch Geld aufwenden, um an vernünftige Zahlen und Daten zu kommen.  Das DLR und diverse Universitäten wenden Millionen auf, um „in Situ“ zu messen. An die Ergebnisse kommt man kaum heran.

Dass Flugzeugabgase und kerosinsparende Additive mit dem eigentlichen Chemtrailprogramm oder auch mit dem sog. Solar Radiation Management nicht viele gemeinsam haben, das wissen wir alle – nicht nur Schlunz.

Wenn ich sehe, was jeder kleine Kaninchenverein auf die Beine stellt, dann sind solche Spaltereien genau der Grund, weshalb über Jahre so wenig von den „Chemmies“ bewegt wurde. In letzter Zeit dringt das Thema vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit und die Medien und man beginnt, von der albernen „Verschwörungstheorie“ weg, zu einer vernünftigen Diskussion zu kommen. Und das weiß auch jeder, der sich mit der Szene ein wenig auskennt, dass da mancher ganz groß darauf achtet, dass er ein „Patent“ auf das Thema hat und er der „eigentliche große Aufklärer“ vor dem Herrn ist.

Da wird sich noch manch ein Chemmie wundern, der jahrelang „Chemtrails“ gerufen hat, dass plötzlich Zeitungen und Personen sich als „Anführer der Bewegung“ präsentieren werden, die heute noch gar keiner kennt.

Mir wäre es recht – Hauptsache die Angelegenheit wird geklärt und aufgedeckt – von wem auch immer. So wie man es lange nicht für möglich gehalten hätte, dass das „aerotoxische Syndrom“ je als „Berufskrankheit“ anerkannt werden würde.
Ich finde solche Leute auch kleingeistig, die mir immer schreiben: Ja um die Flugzeugabgase kümmert ihr euch, aber die Agrargifte und die Kohlekraftwerke sind noch viel schlimmer. Aber wo ist das Problem? Viele dieser Themen sind sehr kompliziert und man muß viel Zeit dafür aufbringen – die meisten Aktivisten arbeiten ehrenamtlich! Wo also ist das Problem? Die einen kümmern sich um das, die anderen um jenes und wieder andere um Chemtrails.

Und da braucht niemand eifersüchtig sein, dass seine „Chemtrails“ nicht als das ganz große Ding ständig von allen thematisiert werden – das kann er dann ja selbst machen.
Jedenfalls werden die Grafiken/Bilder von Schlunz evtl. mehr auf die Sauerei am Himmel aufmerksam gemacht haben, als viele lange Fachartikel – das ist doch was!

Auch wenn die emittierten Feinstaub-Partikel mengenmässig kaum ins Gewicht fallen, sind die Flugzeuge als Emissionsquelle von Feinstaub für die Gesundheit der Bevölkerung dennoch relevant «Die von Jetturbinen ausgestossenen lungengängigen Partikel sind so klein, dass die Messung ihrer Masse praktisch nichts anzeigt», erklärt Theo Rindlisbacher von der Sektion Umwelt beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL). «1 Kubikmeter Abgas aus einem Strahltriebwerk enthält typischerweise 0,1 Milligramm Russ. Diese Menge setzt sich im Durchschnitt aber aus 10‘000 Mrd. ultrafeinen Teilchenzusammen, die in der Regel deutlich kleiner sind als die entsprechenden Emissionen von Motorfahrzeugen.» Quelle

So ist das Forschungsflugzeug FALCON in der Lage, bis auf knapp 13 000m zu fliegen. Internationale Forscherteams messen Spurengase und Aerosole direkt an Bord und sammeln Luftproben, die anschließend im Labor analysiert werden.

In nur 30 Metern Entfernung hinter den Triebwerken eines Verkehrsflugzeugs kann man Meßungen vornehmen.

Eigentlich weiß man von stationär am Boden entnommenen Meßdaten ganz gut, was da aus so einem Triebwerk herauskommt. Weshalb der halsbrecherische Akt? Sollte ein Flugzeug verbotene Kerosin-Additive zur Treibstoffeinsparung verwenden, könnte man es so aber gut überführen. Aber an Militärmaschinen würde man eher nicht herangelassen werden bzw. herankommen. Weshalb also der Aufwand?

Selbst der weltweit anerkannte Wolkenpapst Stephan Borrmann hatte berichtet, dass er “ziemliche behördliche Hürden” zu überwinden hatte, ehe man ihn mit seinen Messungen beginnen ließ. Quelle



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