Berliner Kutschpferd

Sie werden angehupt, stehen in den Abgasen und sind extremem Stress ausgesetzt: rund 100 Kutschpferde in Berlin, die zu touristischen Zwecken durch Berlins Mitte getrieben werden. Die Kutschpferde müssen mit Scheuklappen fast blind durch die Straßen laufen. Inmitten von Autos, Lastwagen und Bussen, die sich von Stau zu Stau quälen. Und das neun Stunden am Tag! Quelle

Der Flugverkehr kostet nicht nur aufgrund von Abstürzen Menschenleben.  Forschern zufolge sterben alleine in Deutschland jedes Jahr etwa 47000 Menschen vorzeitig an  Luftverschmutzung. Auch diese leiden und sterben oft still zuhause oder im Krankenhaus – ohne großes Medientamtam!

Dabei ist das alles nicht wirklich lustig. Die neuen Forschungsergebnisse haben manch einen Politiker in regelrechte Panik versetzt, sie möchten schnell Diesel aus den Innenstädten haben und das Umweltbundesamt mahnt, man solle auch einmal auf einen Urlaubsflug verzichten.

Denn stundenlang durch die Stadt laufen, das ist auch für den Menschen heute bereits nicht mehr ratsam. Die Frankfurter Allee in Berlin etwa gehört mit zu den belastetsten Straßen Deutschlands. Wenn sie da wohnen, sollten sie die neuesten Forschungsberichte lesen und sich durchchecken lassen, ob ihr Blut noch sauber ist.

Grün atmen

Es helfen auch  Umweltzonen nicht wirklich, denn der Wind bläst wie und wo er will – den Saharastaub bis zu uns herauf und den Umwelt-Dreck auch in die Umweltzonen hinein!
So leidet heute also auch manch ein Berliner still – und die Verursacherlobbyisten verbreiten mit viel Geld die Parole:

Wer krank wird, ist selbst schuld und trägt die Kosten weitgehend selbst!


Politik verhindert präventive Vermeidung von schadstoffbedingten Erkrankungen auf Grund einer hervorragend funktionierenden Lobbyarbeit der Industrie. Nach wie vor gelingt es der Industrie immer wieder, erkannte gesundheitsgefährdende Schadstoffbelastungen und „Vergiftungsursachen“ so lange zu bagatellisieren, bis die Politik auf Grund zunehmender Erkrankungsfälle und Druck der Medien mit oft jahrzehntelanger Verzögerung „reagieren muss“- zu spät für die Betroffenen.

Vor allem aber: der „Gesundheits“minister schweigt: Inkompetenz des Gesundheitsministeriums? Die beklagten Versicherungen argumentieren gerne, dass MCS und Umwelterkrankungen kein eigenständiges Krankheitsbild seien, sondern ein spezielles Syndrom mit psychischen Beschwerden“.

Jetzt wissen wir auch, weshalb etwa Filmchen gesponsert werden, in welchen die Kritiker der Abgassauerei am Himmel übelst diffamiert werden – “ein Leben im Wahn” sei das. So arbeitet man Hand in Hand – viele lachen dazu dümmlich “Haha Aluhut” – bis sie selbst zum gesundheitlichen Kollateralschaden werden.

Keine Antworten auf diesbezügliche Anfragen zur Umweltmedizin an die Bundesparteizentralen kamen von CSU und SPD, eine unbefriedigende Antwort von der CDU, Hinweis auf ein grundsätzlich sehr gutes Statement zum Thema (leider aus dem Jahre 2009, seither nie mehr „aktiviert“) von den Grünen und eine themenfremde Antwort von der Partei der Linken. Von der AFD wurde eine Antwort vor einem Jahr versprochen, aber nicht nachgereicht. Lediglich im regionalen Bereich bis hin zu Landtagsabgeordneten (in Bayern die Grünen) setzten sich einzelne Politiker mit unseren Fragen offensichtlich auseinander.

Die Umweltmedizin

– sie bleibt ein Stiefkind der universitären Forschung und Ausbildung.


Verständlicherweise hat aber keine Industrie Interesse, Forschungen  zu unterstützen, die ihren wirtschaftlichen Interessen entgegenstehen. Gerade in der medizinischen Ausbildung sind daher die möglichen universitären Hauptsponsoren  meist Firmen der Pharmaindustrie daran interessiert, Einsatzmöglichkeiten ihrer Medikamente zu erforschen – nicht aber erforderliche Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von umweltbedingten Erkrankungen.

Denn das kann teuer werden, wenn man als Verursacher gestellt wird, wie wir gerade zum Dieselskandal in den USA sehen! Wie bereits angeführt, verweigert das Gesundheitsministerium jegliche – auch politische – Verantwortung im Hinblick auf die fehlende ärztliche Versorgung von „nichtprivatzahlenden“ Umwelterkrankten, MCS Patienten ebenso wie jegliche schriftliche Stellungnahme zu zahlreichen diesbezüglichen Anfragen. Wie die meisten von uns angesprochenen Institutionen, wird stets die Verantwortung auf „andere“ abgeschoben.

Auch im Hinblick auf ärztliche Ausbildung/ Weiterbildung scheint es bezüglich Umweltmedizin keinerlei politische Verantwortung zu geben: Die Bundesärztekammer verweist im Tätigkeitsbericht 2012 zum Thema Ausbildung Umweltmedizin: „Zwar sei das Bekenntnis zur Umweltmedizin ungebrochen, jedoch seien in der Praxis kaum Aktivitäten zu verzeichnen, zumal die Beratung in umweltmedizinischen Belangen von den Krankenkassen nicht vergütet werde. Fortbildungsangebote mit umweltmedizinischen Themen stoßen kaum auf Resonanz.“

 https://www.youtube.com/watch?v=hs-IqsXyspI

Gerade die jungen Leute beschäftigen sich kaum mit ihrer Zukunft – Pokemon ist wichtiger. Wenn aber drohend die Industrie 4.0 heraufdämmert, werden viele Berufe überflüssig und nur noch wenige “Fachkräfte und Experten” gebraucht. Das kann böse enden. Denn bereits heute haben sie als Arbeitsloser die berühmte A-Karte, wenn sie an einer “Umweltkrankheit” leiden. Da kann ein ständiger erregerloser Schnupfen bereits sehr lästig werden – leider bekommt man als Hartz IV-Empfänger die Mehraufwendungen einer Umwelterkrankung nicht bezahlt.

Das Leid der Betroffenen können sich Außenstehende nicht vorstellen, die Psychiatrisierung und Suizidrate bleibt eine beklemmende Dunkelziffer. Denn schlimmer als die körperlichen Beeinträchtigungen sind die psychischen und juristischen Kämpfe, Diskriminierung und Ausgrenzung!


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Über frankenberger10

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