Hätte der Mensch nie kritisch nachgefragt, säßen wir heute noch in der Steinzeit?

Da schaut der eine oder andere dann doch mal genauer hin, bezweifelt das Althergebrachte und das Ergebnis ist oft Fortschritt.

Sicher würden wir heute noch glauben, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums steht, hätten es neugierige Menschen nicht angezweifelt und  ordentlich Prügel dafür bezogen.

Viel zu wenige schauen heute kritisch nach und landen in der gerade thematisierten „Bequemlichkeitsverblödung“ – trotz Informationsgesellschaft, die bei manch einen Besserwisser  leider nicht zu mehr wirklichem Wissen führt.

Die Ministerin Barbara Hendricks hat dies in einem Interview mit Jung & Naiv geäußert. Sie staune, wie in Zeiten der freien Information so viele Menschen auf Verschwörungstheorien hereinfallen könnten. In Bezug auf die leidigen Chemtrails benutzte sie aber das Verb „glauben“ und nicht „wissen“! Sie glaube nicht an Chemtrails.

Chem worldview 1

Momentan fühlt man sich ohnehin um Jahrhunderte zurückversetzt. Durch die Zuwanderer haben wir offensichtlich eine ganz neue Rechtsprechung bekommen, wenn ich mir Urteile zur Kinderheirat oder Genitalverstümmelung ansehe.

Weniger tolerant ist man gegen #Hetze und #Hass im Internet. Angelockt durch schönes Steuer- und Stiftungsgeld sind hier zahlreiche Saubermänner unterwegs und manch einer kämpft tapfer wie einst die katholische Kirche gegen Häretiker und Hexen.

Bis ins 13. Jahrhundert galten für die Kirche Frauen als seelenlos, auf der Stufe von Tieren. Weil man mit einem eigenen Katechismus Macht und Geld erlangen konnte, hat man das Bibellesen für das gemeine Volk unter strenge Strafe gestellt.

Auch hier sieht man heute eine Parallele: Viele geheime und gesperrte Akten hält man unter Verschluss, Whistleblower werden bedroht – das könnte die Bevölkerung sonst verunsichern.

Sind wir also auf einem Weg zurück?

Das ist noch gar nicht so lange her, dass wir sagten:

Wer zweimal mit dem/der selben pennt, der gehört schon zum Establishment!

Übrig gebliebene Kommunarden, vom Rudelbumsen frustriert, reiben sich verduzt die zugekifften Augen:

Nein heißt nein!

Und die neuen Hexenjäger rufen dazu: Die Kinder von Verschwörungstheoretikern und Häretikern müssen dem Jugendamt übergeben werden, ihre Bücher verbrannt  und geprüft werden, welche Gefährdung sie darstellen!

Und da rührt man ganz schlau einen schönen Brei zusammen von Hass und Hetze, hin zu Abgaskritikern und Umweltschützern zu Reichsbürgern, Chemmies und rechtsideologischen besorgten Bürger, die sicher Nazis sind, wie diese TTIP-Kritiker usw.

Gestern homs an Willi daschlogn“. sang Konstantin Wecker 1978. Heute fordert man ganz locker und ungeniert, den „besorgten Bürger“ müsse man entsorgen!

besorgte Bürger - Kinder

Geheime Verschwörung? Grenzen der Wissenschaft

Da hat der Harald Lesch ganz Recht, dass die eine oder andere Verschwörungstheorie auch das Salz in der Suppe sein kann und uns zwingt, mal wieder aus der denkfaulen Bequemlichkeitsverblödung herauszukommen.  In der Wissenschaft sind das ganz anerkannte Arbeits-Instrumente: Thesen, Annahmen und Theorien. Aber bis heute glauben viele Menschen der Evolutionstheorie nicht und selbst die Quantenphysik wird von einigen Wissenschaftlern der alten newton’schen Schule als Spinnerei abgetan.

Auch der Urknall gilt für viele noch als unbewiesene Theorie. Fromme Bibellegenden wiederum als Allegorie usw.

Deswegen muß man hellhörig werden, wenn in eine vorgebliche Anti-Hass-Und Hetze -Kampagne ausgerechnet die Kritik an der Abgassauerei am Himmel maßgeblich mit eingearbeitet wird.

Antonio_Bambino

Heiliger Antonius mit Bambini

Raffiniert auch der Name, der neuen Häretiker- und Ketzer-Jäger, die sich an der Satire aber noch ein wenig die Zähne ausbeißen – da hört man förmlich André Rieu die kleine Nachtmusik fideln und der heilige Antonius erhebt segnend die frommen Hände:

Amadeu Antonio Stiftung

 

„Unsere Zeit ist durch das hohle Wissen ihrer Leser und Zuhörer so weit gekommen, dass sie des Lesens überdrüssig wird und nur ungern zuhört, wenn sie nicht gewählte, wohlüberlegte und modern klingende Worte liest oder hört. Darum habe ich […] gewisse naturwissenschaftliche Erörterungen über Dinge und Tiere und Namenserklärungen auf das sittliche Leben gedeutet und in mein Werk aufgenommen.“

Antonius von Padua: Prolog der „Predigten“[7]

Antonius von Padua (lat. Antonius Patavinus, Taufname Fernandus;[1] * um 1195 (das Geburtsdatum ist unbekannt; traditionell wird der 15. August angegeben; als Geburtsjahr wird teils auch 1193,[2] 1191 oder „um 1188[3] angenommen) in Lissabon; † 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua), oft auch Antonius von Lissabon genannt, war ein portugiesischer Theologe, Franziskaner und Prediger. Er gilt als Heiliger und ist einer der 36 Kirchenlehrer der römisch-katholischen Kirche.
Herz-statt-Hetze-19.10-640x320
Advertisements

Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s