Pünktlich zur #ILA2016  bringt die Böllstiftung zusammen mit der Airbusgroup eine Broschüre  heraus

Nachhaltiges Fliegen 

Fliegen und Ökologie – geht das zusammen?

„Wenn wir einen Anstoß für die Debatte um nachhaltiges Fliegen geben können, hat diese Publikation ihren Zweck erfüllt. Wir wollten ein breiteres Publikum mit diesen Themen erreichen. Weil Airbus mit an Bord ist, kann man das nicht als grünes Wolkenkuckucksheim abtun. Außerdem wird sich der Konzern an diesem Maßstab messen lassen müssen.“

Mehr zum Dialog mit Airbus sagt Vorstand Ralf Fücks im Interview auf unserer Website.

Was denkt Ihr? Quelle

Hoffentlich wird nicht der Maßstab vom „aerotoxischen Syndrom“ (vergiftete Kabinenluft) angelegt, denn sonst sehe ich schwarz:

Weltweit hatten wir 2015 3,3 Milliarden Flugpassagiere, in wenigen Jahren sollen es gar sieben Milliarden sein. Wird dann eine Milliarde Tonnen Kerosin verbrannt? Oder sind es noch mehr Tonnen, die sensible Luftschichten stören und zerstören? Weltweit arbeiten tausende Menschen daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Denn hier sehen die Behörden noch auffälliger weg, als beim Dieselskandal. Wohl in der Hoffnung, auf einen lukrativen Job, wie wir es ja so zahlreich gesehen haben.

Und dass es teuer werden kann, wenn man als Verursacher gestellt wird, das sieht man bei VW und anderen Autoherstellern gerade.

Was ist los mit den Mantelstromtriebwerken, dass diese anscheinend „rückentwickelt“ wurden und heute den Himmel so chlorhühnchenfahl mit ihren zählebigen Streifen versauen? Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Martin Bäumer ist am Ball und fragt nach!

Für die Bevölkerung ist der Urlaubsflug ohnehin eine „heilige Kuh“. Aber andere, die unter den neuen Volkskrankheiten leiden, zu Kollateralschäden auch des Flugverkehrs geworden sind, die bleiben heute mit ihren Sorgen und Nöten und KOSTEN alleine – das ist ein Skandal. Ich will wenigstens wissen, welche Stoffe mir per Flugzeugabgase verabreicht werden – evtl. kann man sich ja gezielt schützen. Die 10 % Bio-Treibstoff, die man dem Kerosin beimischen darf, die haben noch nicht viel gebracht. Interessant sind die Kerosole (slurry) und auch die Biozide, die als Additive eingesetzt werden, um etwa den Kerosinpilz zu bekämpfen:

Amorphotheca resinae ist ein Pilz, der in Treibstofftanks von Flugzeugen, Schiffen und anderen Fahrzeugen überleben kann. In freier Natur kommt er besonders unter Eiben (Taxus) vor. In den 1960er-Jahren wurde bekannt, dass er auch weltweit inDieseltanks vorkommt. Er lebt großteils von n-Alkanen, aus denen er sowohl die lebensnotwendige Energie als auch seine Kohlenhydrate bezieht. Dazu benötigt er allerdings eine geringe Menge Wasser, um seine Sauerstoffversorgung zu sichern. Quelle

Für den Flugverkehr ist der Kerosinpilz mittlerweile ein ernst zu nehmendes Problem, da er durch sein starkes Wachstum zu Verstopfungen und durch die von ihm produzierten Fettsäuren zu Korrosion der Treibstoffzufuhr führt. Auch die Schifffahrt ist betroffen, insbesondere die Sportschifffahrt, da die langen Ruhezeiten der Bootsmotoren auf vielen Sportbooten das Wachstum begünstigen können. Der Pilz verdrängt andere Mikroben in Treibstofftanks sehr effektiv.

Vorsichtshalber hat die Flugzeuglobby erklärt, man könne in der angespannten Konkurrenzsituation keine „weiteren Umweltauflagen“ verkraften. Da wird es dann schwierig mit der Nachhaligkeit – ohnehin nur eine #Nudging – Kampagne?

Nachtrag: Ausgerechnet zur #ILA2016 kommt die Nachricht, dass die Berufsgenossenschaft die Erkrankung einer Flugbegleiterin zum „aerotoxischen Syndrom“ als Berufskrankheit anerkennt !

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Über frankenberger10

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