—–Ursprüngliche Nachricht—–
> Von: Ute Thamm
> Gesendet: Donnerstag, 12. Mai 2016 10:32
> An: Info-VK <info@dfs.de>
> Betreff: Ungewöhnlicher Flugverkehr
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> nachdem ich mich eben gerade und jetzt von einem, mir bereits
> bekannten, Flugzeuggeräusch belästigt fühle, schaue ich auf
> Flightradar und habe die Maschine eben gerade auch gefunden (ca. 10:00
> Uhr). Wollte mir die Maschine genauer anschauen, konnte sie auch
> anklicken und dann ist der Radar abgestellt worden. Diese Maschine/n
> bewegen sich im Bremer-Oldenburger-Raum.
>
> Weiter stelle ich gerade bei der Sichung auf Flightradar fest, dass
> ebenfalls zwei mir bekannte Flugzeuge (LJ35A) über den Bereichen
> Bremenhaven – Cuxhaven – Brunsbüttel – Itzehoe – Rendsburg sehr
> außergewöhnliche Flugrouten einnehmen.
>
> Angesichts des Klimawandels und für mich als Betrachter des Himmels,
> sind solche Flugbewegungen nicht hinnehmbar, zumal sie entsprechende
> persistente Kondensstreifen hinterlassen, die dann letztlich nach
> einer gewissen Zeit den Himmel wieder bedecken.
>
> Da ich diese außergewöhnlichen Flugrouten schon sehr häufig
> beobachtet habe, möchte ich heute von Ihnen wissen „Um was für
> welche Missionen handelt es sich hier?“
>
> Ich bitte auf Aufklärung und Begründung solcher Flugbewegungen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Ute Thamm

>
> DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
> Am DFS-Campus
> D – 63225 Langen


 

Am 17.05.2016 um 16:10 schrieb fluglaerm.bremen@dfs.de:

> Sehr geehrte Frau Thamm,
>
> bei den von Ihnen beobachteten LJ35 handelt es sich vermutlich um
> Flugzeuge der GFD GmbH, die u. a. im Auftrag der Bundeswehr im Rahmen
> der Ausbildung von Piloten Flugzieldarstellung fliegen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> i.A. Uwe Hummert
> Fluglärm & Umwelt
>
> Deutsche Flugsicherung GmbH
> Flughafendamm 45
> 28199 Bremen
>
> Tel.: +49 421 5372 153
> Fax: +49 421 5372 109


BETREFF:
Re: Ungewöhnlicher Flugverkehr 12.05.16

DATUM:
Thu, 19 May 2016 11:51:01 +0200

VON:
Ute Thamm
AN:
fluglaerm.bremen@dfs.de

Sehr geehrter Herr Hummert,

Sie schreiben „vermutlich“! Vermutungen lassen viel Spielraum für
andere Bewegungen. Ihre Antwort ist somit für mich eine sehr unklare
Antwort. WER IST DIE GFD GMBH? UND IM AUFTRAG DER BUNDESWEHR? Sie
vergessen offensichtlich, dass ich als eine besorgte Bürgerin mit den
Strukturen und Zuständigkeiten Ihrer Firma, der Firma GFD GmbH (?) und
der Bundeswehr nicht im Detail befasst bin, was ganz selbstverständlich
auch nicht in mein Aufgabengebiet fällt. Ich gehe davon aus, dass es
für Sie in Ihrer Position eine einfache Vorgehensweise wäre, den
zuständigen Firmen und/oder Bundeswehr mein Schreiben mit meinem
Anliegen der Einfachheithalber weiterzuleiten. AUS WELCHEM GRUND LASSEN
SIE MICH MIT MEINEM ANLIEGEN ALLEINE? Es muss Ihnen doch verständlich
sein, dass ich als besorgte Bürgerin mich mit den Gepflogenheiten nicht
im Detail auskennen kann. Es ist für mich sowieso schon eine große
Aufregung, Sie anzuschreiben und mein Anliegen vorzutragen. Und dann
lassen Sie mich mit Ihrer Antwort einfach so im Dunkeln stehen.

Nun möchte ich Ihnen aber kurz schildern, aus welchen Gründen ich
jetzt sehr emotional reagiere:

Im Mai 2013 sitzen mein Mann und ich auf unserem Bremer Balkon und
stellen fest, dass 5 Flugzeuge mit sehr auffälligen Kondensstreifen
vielfältige Kurven und Achten über dem Blumenthaler/Vegesacker Himmel
fliegen. Darüber hinaus mussten wir dann noch feststellen, dass es sich
um sehr langanhaltende Kondensstreifen handelte und der Blumenthaler
Himmel mit einer entsprechenden Verschmutzung hinterlassen wurde.

Seit diesem Ereignis sind mein Mann und ich zu „Himmelsbeobachtern“
geworden. Ich möchte wissen, was am Himmel vorgeht. Weil, der Himmel
gehört uns ALLEN. Schließlich ist es doch die Luft, die wir alle
einatmen. Ich möchte Ihnen jetzt nicht jede Geschichte erzählen, aber
die Beobachtungsfeststellungen, die ich bis zum heutigen Tage machen
musste, sind an einigen Tagen mehr als besorgniserregend.

Hier noch kurz eine aktuelle Schilderung vom 17.05.2016: In den
Abendstunden zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr habe ich Folgendes
beobachtet: Von West nach Ost im Himmelsbereich „Bad Zwischenahn –
Westerstede – Oldenburg – Elsfleth – Brake – Nordenham“ beobachtete ich
4 Flugzeuge. Eine Einsichtnahme in das Flightradar zeigte mir, dass
keines dieser Flugzeuge auf dem Radar erkennbar war. Nur ca. eine 1/4
Stunde später schaute ich nochmals in die gleiche Richtung und stellte
erneut fest, dass 3 von mir gesichtete Flugzeuge die gleiche Flugbahn
nahmen und ebenfalls auf Flightradar nicht angezeigt wurden. Da ich mir
ca. 2-3 Mal im Monat auf Flightradar ein Bild verschaffe, ist dieses von
mir benannte Beispiel nur eines von vielen. Als besorgte Bürgerin frage
ich Sie: WAS SIND DAS FÜR FLUGBEWEGUNGEN? SIND DAS ALLES MILITÄRISCHE
MASCHINEN?

WEM GEHÖRT AUS IHRER SICHT DER HIMMEL? WER ENTSCHEIDET, WELCHE
FLUGZEUGE IN WELCHEM LUFTRAUM FLIEGEN DÜRFEN? WEM GEHÖREN DIE
VERSCHIEDENEN LUFTRÄUME? WELCHE FLUGZEUGE UND VON WEM BEAUFTRAGT,
DÜRFEN DEN DEUTSCHEN LUFTRAUM ÜBERQUEREN? IN WELCHEN HÖHEN FLIEGEN
DIE FLUGZEUGE (ZIVILE UND MILITÄRISCHE FLUGZEUGE)?

Ich frage mich weiter in diesem Zusammenhang und ich frage Sie: WELCHE
ZIVILEN UND MILITÄRISCHEN FLUGZEUGE SIND NOCH NICHT MIT DEN MODERNEN
MANTELSTROMTRIEBWERKEN AUSGESTATTET? Der Himmel ist an sehr vielen Tagen
mit so vielen Kondensstreifen versehen, dass es zu einer weitgehend
massiven Bedeckungsbildung und einer weißlichen Verschleierung des
Himmels führt.

Zusammen mit Tausenden von Menschen frage ich mich, warum so wenig
gegen die erheblichen Emissionen des Luftverkehrs unternommen wird, die,
wie wissenschaftlich vielfach nachgewiesen wurde, vor allem durch die
Bildung von Kondensstreifen-Bewölkung massiv zur Klima-Erwärmung
beitragen?

Wenn Sie wahrscheinlich jetzt nicht zuständig sind, aber ich frage
auch Sie: WARUM WERDEN DIE EMISSIONEN DES LUFTVERKEHRS SEIT JAHRZEHNTEN
NICHT BERÜCKSICHTIGT, WENN ES DOCH SEIT JAHRZEHNTEN IN DEN
KLIMAKONFERENZEN (ZULETZT IN PARIS) UM UMWELT- UND KLIMASCHUTZ GEHT?

Sollte Ihnen die Forschung zum Thema Klima-Erwärmung durch
Kondensstreifen nicht bekannt sein, so können Sie eine relativ aktuelle
Studie aus dem deutschsprachigen Raum hierzu unter diesem Link finden:

http://www.dlr.de/pa/desktopdefault.aspx/tabid-2342/6725_read-29898/ [3]

Dieser Link führt zu einem Artikel hierzu in der Fachzeitschrift
�Nature�:

http://www.nature.com/nclimate/journal/v1/n1/pdf/nclimate1068.pdf [4]

In einer Broschüre des Umweltbundesamtes wurden diese und weitere
Erkenntnisse, die im Rahmen der Forschungen des DLR gewonnen wurden,
ebenfalls veröffentlicht:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/dokumente/klimawirksamkeit_des_flugverkehrs.pdf
[5]

Dieser Link führt zu einer noch sehr aktuellen Pressemitteilung des
ROBIN WOOD e.V. vom 04.04.2016:

http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M59887914947.0.html [6]

Zu diesem Thema gibt es allerdings auch eine Veröffentlichung von
Greenpeace aus dem Jahre 1997 (!):

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4754 [7]

Damals schrieb Greenpeace:

„_Dafür kann jeder die langlebigen Kondensstreifen sehen, die Jets am
Himmel hinterlassen. Wo immer sich die Streifen zu Wolken verdichten,
beeinflussen sie das regionale Klima. Wie eine Isolierschicht verhindern
sie, daß die Erde ihre Wärme ins Weltall abstrahlen kann. �Ist der
Himmel zu fünf Prozent mit Kondensstreifen bedeckt, was über
vielbeflogenen Gebieten durchaus der Fall sein kann�, sagt Brockhagen,
�dann steigt die Bodentemperatur um etwa 0,6 Grad Celsius.� Zum
Vergleich: Weltweit ist es in den vergangenen 100 Jahren um 0,5 Grad
heißer geworden. Holländische Wissenschaftler kamen deshalb in einer
Studie für das Transportministerium in Den Haag zu dem Schluß: Dort,
wo geflogen wird, können die Kondensstreifen das Klima schon so stark
beeinflussen wie alle anderen von Menschen verursachten
Treibhausgasemissionen seit Beginn der Industrialisierung
zusammengenommen_.“

Und auch schon vor 70 Jahren war bekannt, dass Kondensstreifen das Klima
nachteilig beeinflussen. Diese Tatsache ist also schon sehr, sehr lange
bekannt und dennoch werden die Emissionen des Flugverkehrs seit 1999 vom
IPCC z.B. nicht mehr als klimaschädlich erwähnt! Von Kyoto bis zum COP
21 ist in den Protokollen ebenfalls darüber nichts zu finden.

DA KONDENSSTREIFEN ALSO OFFENSICHTLICH NICHT HARMLOS SIND, SEHE ICH MICH
ALS BESORGTE BÜRGERIN UND HIMMELSBEOBACHTERIN VERPFLICHTET, IHNEN
DIESES SEHR UMFANGREICHE SCHREIBEN ZU ÜBERSENDEN.

Klima retten? Luftverkehr sofort einschränken! Das wäre logisch, oder?
Was ist Ihre Meinung zu dieser vorgenannten Aussage?
Unten angehängt befinden sich noch einige Flightradaraufnahmen, die
ein Mitglied aus unserer Umweltschutzgruppe festgehalten hat. Wenn Sie
mit diesem Mitglied ins Gespräch kommen möchten, dann werde ich den
Kontakt selbstverständlich gerne herstellen.

Gerne komme ich auch zu Ihnen nach Bremen, dann können wir evtl. einen
Teil der Thematik in einem Gespräch klären und Antworten auf meine
Fragen finden.

Sollten Sie einige meiner Fragen nicht beantworten können, dann leiten
Sie bitte dieses Schreiben zusammen mit meinem 1. Schreiben an die
zuständigen Stellen weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Thamm

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