Als sich vor fast zwanzig Jahren der Himmel veränderte, mußte man sich neu Gedanken machen zu den Kondensstreifen. Diese waren bis dato eine Ausnahme, weil nur bei 30% aller Flugbewegungen der großen airlines überhaupt Kondensstreifen entstanden. Welche Voraussetzungen für Kondensstreifenbildung vorliegen müssen, kann jeder selbst bei Wikipedia nachlesen.

Die langlebigen künstlichen Zirren des Flugverkehrs, wie das Umweltbundesamt die persistenten Trails nennt, sind dann nocheinmal eine Seltenheit bei der Kondensstreifenbildung. Diese Seltenheit ist heute aber die Regel – weshalb?

Dimmen

So heißt es auch in der Fachliteratur

Der in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende globale Temperaturanstieg wurde teilweise durch anthropogene Emissionen verursacht. Der Flugverkehr trägt durch den Eintrag von direkt oder indirekt strahlungswirksamen Gasen und der Änderung der hohen Bewölkung zum Klimawandel bei. Die größte Unsicherheit besteht momentan bei der Bewertung des Strahlungsantriebs durch gealterte Kondensstreifen, die auch als flugzeuginduzierte Zirren klassifiziert werden.

Quelle: Dissertation der Fakultät fur Physik der  Ludwig-Maximilians-Universität München – vorgelegt von Dipl.-Tech. Math. Simon Unterstraßer aus Kraiburg am Inn 2008

Eine meiner Kindheit gab es den Begriff „gealterte Kondensstreifen“ (aged contrails) nicht – das Umweltbundesamt spricht von „künstlichen flugzeuginduzierten Zirren“ und Umweltaktivisten von „Chemtrails“, wohl auch wegen der 56 teils toxischen Stoffe im Kerosinabgas!  Will man dem Phänomen auf die Schliche kommen, dann ist der benutzte Name eigentlich zweitrangig.  Wenn jemand seinen Tisch „Klaus“ nennt, so bleibt es doch ein Tisch? Trotzdem ist es jedoch ein Skandal, dass man die kilometerlangen Streifen jetzt offiziell zu „Homomutatus„-Wolken erklärt hat.

Jedenfalls war der Himmel bis etwa zum Jahr 1999 gut erforscht – auch Wolken und besonders Kondensstreifen.  Seither wurden aber Millionen Steuergelder aufgewandt, um die gealterten Kondensstreifen zu erforschen – und zwar „in situ“!

Nur im Maximalfall überleben die Eiskristalle die „Wirbelphase“. Bei geringen Übersattigungen und hohen Temperaturen verdampfen alle Eiskristalle im primären Nachlauf und der Kondensstreifen besteht dann nur aus dem sekundärem Nachlauf.

natural

 

Kondensstreifen bilden sich beim Unterschreiten einer Grenztemperatur, die vom Druck und relativer Feuchte der Umgebungsluft, sowie von Wasserdampf- und Warmefreisetzung und dem Wirkungsgrad des Triebwerks abhängt. Dieser Zusammenhang wird mit dem Schmidt-Appleman-Kriterium beschrieben.

Die anfangs linienförmigen Kondensstreifen können sich bei geeigneten Umgebungsbedingungen ausbreiten und über mehrere Stunden existieren ¨ (Minnis et al., 1998). Meistens verändern sie ihre Gestalt mit zunehmendem Alter und verlieren nach und nach ihre Linienförmigkeit. Sofern man nicht die Entwicklungsgeschichte der Kondensstreifen verfolgt hat, ist es schwierig, sie von natürlich ¨ gebildeten Zirren zu unterscheiden. Es existieren nur vage Schätzungen, wie hoch der Anteil dieser sogenannten flugzeuginduzierten Zirren an der gesamten Zirrenbewölkung ist. Nach heutigem Wissensstand (2008) tragen Kondensstreifen und optisch dünne ¨ Zirren erheblich zum Treibhauseffekt bei.

Die Entwicklung des Flugzeugnachlaufs und des Kondensstreifens wird seit CIAP (1975) in drei zeitlich aufeinanderfolgende Bereiche unterteilt:

Jetphase, Wirbelphase und Dispersionsphase.

Mittlerweile wird in einigen Arbeiten dazu übergegangen  (Gerz et al., 1998; Paugam, 2008), die Entwicklung in vier Phasen einzuteilen und zwischen der Wirbelphase und der Dispersionsphase die Dissipationsphase einzuschieben.

In den meisten Arbeiten zur Kondensstreifenbildung wurde die  unterschiedliche Entwicklung der mikrophysikalischen Eigenschaften der Kondensstreifen während der Wirbelphase leider in keinem Fall berücksichtigt. Auch die heutige breite Palette an Kerosin-Additiven wurde meines Wissens bei den vorliegenden Arbeiten zur Kondensstreifenbildung bisher nicht untersucht. 

Kondensstreifen und flugzeuginduzierte Zirren sind oft gut beobachtbar, da sie in ansonsten wolkenfreien Regionen existieren können. Man kann daraus folgern, daß Kondensstreifen in Regionen fortbestehen und sich ausbreiten können, in denen die Atmosphäre die Voraussetzungen fur die Bildung von natürlichen Zirren nicht erfüllt.

Chem worldview 1

Wächst ein Kondensstreifen in einer übersättigten Umgebung an, so wird überschüssiger  Wasserdampf aus der Atmosphäre abgebaut, dessen Menge etliche Größenordnungen über der anfänglich emittierten Menge liegen kann. Die Eismasse der Kondensstreifen wächst umso stärker an, je höher die Übersättigung im umliegenden Gebiet ist. Kondensstreifen beziehen ihre Masse also größtenteils aus dem atmosphärischen Wasserdampf. In untersättigten Regionen können Kondensstreifen keinen überschüssigen Wasserdampf abbauen und sie lösen sich innerhalb weniger Sekunden bis Minuten auf. Diese Kondensstreifen haben keine Klimarelevanz.

Das ist die entscheidende Generalfrage: Übersättigte Atmosphäre liegt eben weltweit nicht in dem Ausmaß vor, wie der stark mit künstlichen Zirren bedeckte Himmel vermuten läßt – sondern eher das Gegenteil wird von den Atmosphärenforschern festgestellt. Weltweit ist die Atmosphäre heute sehr trocken – also eher ungesättigt!

Da kommt man schon ins Grübeln, wenn man die auf der Hand liegenden Ursachen nicht akzeptieren will oder kann: Hier stimmt was nicht! Und je mehr Millionen hier in die Forschung gesteckt werden, desto größer die Verwirrung – was ist los am Himmel?

 

Wird fortgesetzt

 

 

 

 

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