Vor fünf Jahren hatte Friedrichshain-Kreuzberg einen Wohnungsleerstand von immerhin 6 Prozent! Mitte sogar knapp 7 Prozent.  Lichtenberg nur 3% ! 

zwangsraeumungen_3_200px

Trotz der wachsenden Nachfrage nach Wohnungen und deutlichen Anzeichen von Verknappung hat Berlin angeblich weiterhin den entspanntesten Wohnungsmarkt unter Deutschlands sieben größten Städten. Der Leerstand ist höher als in den sechs nächstgrößeren Städten, die Angebotsmiete deutlich niedriger. Die Stadt holt wirtschaftlich weiter auf, einem starken Mietanstieg sind aber Grenzen gesetzt, etwa durch die niedrigste Kaufkraftziffer und die höchste Arbeitslosenquote unter den größten deutschen Städten. Sein niedriges Mietniveau verdankt Berlin aber nicht nur wirtschaftlichen Faktoren, sondern auch dem politischen Versagen, sozialen und baulichen Erbe der Vergangenheit. Es besteht zu einem beträchtlichen Teil aus Plattenbauten im Osten sowie (einstigen) Sozialbauten im Westen der Stadt, die meist gleichermaßen sparsam an Architektur, Atmosphäre und Raumqualität sind.

Einen überdurchschnittlichen prozentualen Mietanstieg verzeichneten beispielsweise Quartiere im Norden Moabits und im Wedding, aber auch in Stadtrandbezirken wie Tempelhof, Spandau und MarzahnHellersdorf. Hier holten gerade solche Viertel auf, die zuvor Minimalwerte bei den Mieten verzeichnet und mit Leerständen zu kämpfen hatten. Diese sind nun offenbar kein Bremsfaktor für die Mietentwicklung mehr.

. Der lange Zeit stadtweit höchste Leerstand in Marzahn-Hellersdorf ist in jüngster Zeit deutlich gesunken. Die zunehmende Anspannung des Berliner Wohnungsmarkts führt in Marzahn-Hellersdorf also nicht zu dem von manchem befürchteten sozialen Brennpunkt, sondern zu einer stärker gemischten und solideren Sozialstruktur. Von Zuständen, wie sie beispielsweise aus französischen Vorstädten gemeldet werden, ist dieser Berliner Bezirk noch meilenweit entfernt.

Auf ganz Berlin umgerechnet hatte die Stadt 2015 nunmehr einen Leerstand von 2 Prozent. In nächster Zeit werden wohl in Mitte viele neue Wohnungen entstehen. Bis dahin macht man Jagd auf illegale Ferienwohnungen.

Knapp 1800 Ferienwohnungen sind in Mitte gemeldet. Wie viele darüber hinaus illegal betrieben werden, kann man nur schätzen. Mit fünf Mitarbeiterinnen macht der Bezirk Jagd auf illegale Apartments. Quelle Insgesamt sollen es 6000 Ferienwohnungen  in ganz Berlin sein – wahrscheinlich aber viel mehr.

Das Internet-Portal Airbnb ist in Berlin beliebt. Wer ein Zimmer in seiner Wohnung an Feriengäste vermieten will, inseriert dort. Wer länger abwesend ist, vermietet die ganze Wohnung. Mit dieser Freiheit soll es vorbei sein. Das Gesetz wurde von SPD und CDU verschärft. Die Opposition widersprach nicht.

Airbnb und ähnliche Portale werden künftig gezwungen, die Daten ihrer Kunden den Bezirksämtern zu übermitteln. Die wollen prüfen, ob sich die Vermieter ordentlich angemeldet haben. Wenn nicht, drohen Ordnungsgelder bis zu 500.000 Euro. Quelle

Der Bevölkerung ist es jedoch offensichtlich klar, dass der „Kampf“ gegen die Ferienwohnungen wieder eine #Nudging-Kampagne ist, um von der völlig verfehlten Wohnungspolitik abzulenken, die nur noch von der Verkerspolitik übertroffen wird.

Mit der Jagd auf Ferienwohnungen kann man sich als Politiker nur bedingt profilieren, denn die Bürger wissen, dass das mit dem Berliner Wohnungsmarkt und der Situation Wohnungssuchender nicht viel zu tun hat.

Die Verwahrlosung, die Ghettoisierung  – all diese Probleme sind nicht vom Himmel gefallen.

Berliner Schmierfilz-Theater: Der CDU-Fraktionsvorsitzende steht im Zwielicht, ein Baulöwe belastet Größen der Stadt. *Aus dem Archiv 

Abermals hatte Diepgens „politischer Instinkt“ erst mal versagt – wie schon im Fall des Ex-Baustadtrats Wolfgang Antes, der mit seinem Amtsgebaren die ganze Filz-Affäre ins Rollen gebracht hat und sich seit April vor Gericht wegen Bestechlichkeit verantworten muß.

Das ist zwar einige Jahre her, aber die Stadt hat unter den „Fehlentscheidungen“ noch heute zu leiden. Besonders diejenigen, die in sozialen Hotspots leben müssen, wie etwa dem Kottbusser Tor,   wo Landowsky dann das Neue Kreuzberger Zentrum in die Luft sprengen wollte, weil man der Probleme nicht mehr Herr wurde – bis heute!

kotti

Wegen Diepgens Versagen in der Landowsky-Affäre musste die CDU in den nicht geplanten drei Millionen Mark teuren Wahlkampf gehen, bekommt wegen der Stimmenverluste 252 000 Mark weniger pro Jahr vom Staat

Abserviert: Löst Hapel CDU-Chef Diepgen ab? | Berliner-Kurier.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.berliner-kurier.de/abserviert–loest-hapel-cdu-chef-diepgen-ab–16963916#plx2049880980

Unterm Strich sind die Mieten in Berlin für viele Mieter/innen kaum noch bezahlbar. Grund für die massiven Mietsteigerungen in Berlin sind die gestiegenen Ertragserwartungen von Akteur/innen des Immobilienmarktes, sowie eine verfehlte Wohnungspolitik. Grundstücke und Häuser in Berlin werden zu immer höheren Preisen gehandelt, die sich oft nur mit extremen Mietsteigerungen oder der Umwandlung in Eigentumswohnungen refinanzieren lassen. Die aktuellen Entwicklungen in Berlin zeigen, dass sich Renditeorientierung und soziale Wohnraumversorgung ausschließen. Leistbare Mieten und eine soziale Stadtentwicklung müssen immer gegen private Profitinteressen durchgesetzt werden.

Die verfehlten Regelungen des Wohnraumgesetzes zur Beendigung des Sozialen Wohnungsbaus, das zahnlose und  wirkungslose Zweckentfremdungsverbotsgesetz, ein ineffektives Wohnungsaufsichtsgesetz sowie die mangelhafte Ausweisung von Erhaltungsgebieten und darin enthaltenen Möglichkeiten von Umwandlungsverboten und Vorkaufsrechten. Beim Liegenschaftsverkauf des Landes wird zu wenig auf die Schaffung von preiswertem Wohnraum geachtet.

Wohin das alles geführt hat, kann man in den Problembezirken Berlins, aber auch bundesweit beobachten. Bevor einige Stadtteile zu NO-GO- Areas werden, sollte sich jeder Berliner dort einmal genau umsehen – das ist sehr erhellend. Muss ja nicht am 1. Mai sein, denn dann bestünde Gefahr für Leib und Leben. Was Landowsky nicht geschafft hat, das möchten andere Jahr für Jahr dort nachholen.

6500 Polizisten sorgen für Sicherheit auf dem Myfest

Wie schon im vergangenen Jahr werden auch 2016 rund 40.000 Besucher am Sonntag beim Myfest erwartet. Doch diesmal läuft bei der Großveranstaltung einiges anders: Dieses Jahr sorgt die Polizei mit 6500 Polizisten für die Sicherheit auf dem Myfest. Grund: Das Straßenfest ist in diesem Jahr nicht als Veranstaltung, sondern als Versammlung angemeldet. Quelle

Und weil das seit Jahren nicht funktioniert, wir bereits gerufen:

Bomber Harris

 

 

Advertisements

Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

Eine Antwort »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s