Die drei Säulen der Rente

Seit 1889 bildet die gesetzliche Rentenversicherung den Hauptpfeiler der Altersversorgung. Die Rentenleistungen werden über den so genannten Generationenvertrag finanziert. Das bedeutet, die heutigen Beitragszahler finanzieren die derzeitigen Rentenbezieher. Die gesetzliche Rentenversicherung ist Pflichtversicherung für alle Arbeitnehmer. Selbständige und andere Personengruppen können auf Antrag ebenfalls aufgenommen werden.

Nun müssen wir uns langsam an die Generation Altersheimer gewöhnen. Das hat mit Altersheim nur bedingt zu tun. Es ist ein Schachtelwort aus Altersarmut und Alzheimer

Die Generation Altersheimer

Die gesetzlich Rente reicht nicht aus, wie wir inzwischen alle ahnen bzw. wissen. Zumal wir  Deutsche nicht mehr wie vermutet aussterben, sondern  durch „Replacement Migration“ gestärkt werden.

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Aus den Rentenkassen wurden über die Jahrzehnte Milliarden entnommen, die Differenz zwischen Ein- und Auszahlung trägt der Steuerzahler, wie auch die Pensionen der Beamten. Hätte man das Geld in der Kasse belassen, wäre heute manches einfacher.

So hat auch die Regierung Kohl trickreich die Kosten für die vorzeitige Rente alleine die Rentenkassen tragen lassen. Eigentlich war der Plan nicht einmal so verkehrt: Ältere können früher in Rente, damit Jüngere Arbeit bekommen. Der Plan ging nicht ganz auf, weil die Frührentner durch Rationalisierung ohnehin überflüssig waren und nur wenig tatsächliche Arbeitsplätze für junge Arbeitnehmer frei wurden. In Wirklichkeit war die Politik Kohl’s eine versteckte Subeventionierung der Wirtschaft.

Da die Zahl der Rentenzahler konsequent sinkt, bleibt ein deutliches Minus.

Die betriebliche Altervorsorge ist auch so eine Sache. Herzlichen Glückwunsch,  wenn sie eine bekommen. Die heutigen Beschäftigungsverhältnisse gehen aber nicht mehr über viele Jahre oder Jahrzehnte, so daß viele gar keine betriebliche Altervorsorge bekommen werden.

Einerseits eigentlich ein gutes Geschäft für den Arbeitgeber, da auf die gesparte Summe keine Abgaben fällig werden, reduzieren sich für ihn die Lohnnebenkosten.

Für normale Einkommen ein Wermutstropfen: Weil auf die angesparte Summe nachträglich Steuern und Sozialabgaben fällig werden. Denn im ungünstigsten Fall wird bei Renteneintritt eine so hohe Summe fällig, dass der Sparer so dasteht, als wenn er für den Sparstrumpf Geld zurückgelegt hätte. Für Durchschnittsverdiener, die in betriebliche Altersvorsorge ohne finanzielle Unterstützung des Chefs einzahlen, ist daher die deutlich flexiblere private Vorsorge häufig attraktiver. Quelle

Schön, wenn sie so viel verdienen, dass sie privat vorsorgen können. Das ist für die vielen Teilzeit-Arbeitnehmer fast unmöglich und diejenigen, die in prekären Arbeitsverhältnissen sind, können sich schon mal eine Garantie auf Altersarmut eintragen lassen. Besonders für die Scheinselbständigen wird es bitter.

Jetzt dämmert auch noch die digitale „Industrie 4.0“ herauf. Die wird zwar einige neue Arbeitsplätze schaffen, aber ungleich mehr vernichten.

Die Deutsche Bahn stellt ja gerade komplett auf Fahrkartenautomaten um, der Zug fährt vollautomatisch, den Kaffee bringt ein Service-Roboter ins Abteil. Und dann?

Binnen 25 Jahren hat sich die Wirtschaft der Bundesrepublik strukturell gewandelt – weg vom produzierenden Gewerbe und hin zu mehr Dienstleistungen. Die Veränderung der Wirtschaftsstruktur hin zu mehr Dienstleistungen spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wider. Gingen 1991 über 83 Prozent der Männer einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach, waren es 2014 noch drei Viertel.

2015 waren im Schnitt 43 Millionen Menschen erwerbstätig.  Vollzeitbeschäftigte waren  1991  fast 29 Millionen, liegt derzeit bei ca 23,5 Millionen. In der selben Zeit wuchs Teilzeit von 6,3 Millionen auf 14,8 Millionen an. Und voila, da hat man den gesamten Grund für das mystische Wachstum und die wenigen Arbeitslosen. Natürlich alles auch noch kräftig subventioniert.

Den Versprechungen von #TTIP und den Heilsversprechungen zur Industrie 4.0 glauben immer weniger. Jedenfalls brauchen wir ein völliges Umdenken, was durch die Zwänge der Globalisierung schwierig ist. So müßte man die seinerzeit von den LINKEN besprochene „Prodkutivitätssteuer“ nochmal genauer ansehen. Das heißt, dass Produzenten und Arbeitgeber, die mehr auf Roboter und Maschinen setzen, anders besteuert werden müssen, als Gewerbe mit hohem Anteil an menschlicher Arbeitskraft.

Der Mehrwert, der durch Roboter und Maschinen erzeugt wird, muß der Allgemeinheit zu Gute kommen und nicht in einem Steuerparadies enden.

Denn aktuell sind die drei Säulen der Rente:

Lügen Tricksen Täuschen

 

 

 

 

 

 

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