Ob Flüchtlinge in schadstoffbelasteten Wohncontainern untergebracht sind, das weiß ich nicht. Jedenfalls hat die Bundeshauptstadt des Wissenschaftsstandortes Deutschland kein Problem damit, seit Jahrzehnten Schüler in sogenannten Schulergänzungsbauten – Containern zu unterrichten.

Etwa 194  sind in Berlin in  Betrieb, 23 neue sollen dazu kommen. Die bestehenden sind überwiegend aus den 90er Jahren und teilweise reichlich marode. In Zehlendorf wurde gar ein Container wegen Baufälligkeit geschlossen. Die Lage der Schulen in Berlin ist ja insgesamt nicht gerade rosig. Der vermeintliche Wissenschaftsstandort Deutschland offensichtlich nur eine Farce für die Sonntagsreden der Poltikdarsteller.

Bei den Wohnungsneubauten vergißt man in Berlin leider gerne die dazugehörigen Schulneubauten und andere wichtige Gebäude. Von einem Notstand ist die Rede.

Zwar sind die Container bei manchen Lehrern durchaus beliebt, aber es gibt auch Hinweise, dass die älteren so stark mit Schadstoffen belastet sind, dass man sie nur als Sondermüll entsorgen kann.

Sollte der Zuzug nach Berlin im aktuellen Ausmaß anhalten, dann fehlen in den kommenden Jahren tausende Schulplätze. Die Schulverwaltung  setzt dabei auf die Container-Ergänzungsbauten, die durchschnittlich 2,5 Millionen kosten, während ein Schulneubau schon mit 20 Millionen zu veranschlagen wäre.

Und wir wissen ja: Deutschland hat zwar 2,3 Billionen Euro Schulden, gilt aber als „reich“ – nur für Schulen und solch Getöns ist nur wenig Geld da. Gleichzeitig finanziert Deutschland jedoch generöse Waffendeals.

Die Berliner Morgenpost spricht sogar von „Schulunterricht im Sondermüll“

Das Hauptproblem sei, dass es keine Unterlagen darüber gebe, was dort drinstecke. Erst beim Abriss wie zuletzt in Steglitz-Zehlendorf habe man ein Schadstoffgutachten einholen müssen, um die Schulcontainer regelgerecht entsorgen zu können. Wird ein alter Container abgebaut, müsse ein zeltartiges Schutzgebäude darüber aufgebaut werden, denn es sei schwer vermittelbar, dass Arbeiter im Schutzanzug herumlaufen, „während rundherum das Schulleben tobt“. Quelle

In Berlin möchte man schon nirgends mehr „genauer“ hinsehen. Schon kurz unter der Oberfläche kommt einem übler Gestank entgegen, wie auch in den zahlreichen BRD-Untersuchungsausschüssen in vielen geschwärzten und gesperrten Akten.

Ämter und Behörden bilden in Deutschland ein regelrechts „Tal der Ahnungslosen“ – auch in Berlin weiß man nichts von „Schadstoffen“!

Aber das kennen wir auch von anderen Fach-Gebieten, dass man bestimmte Messungen und Untersuchungen nicht vornimmt, und wie man es von den Bundespressekonferenzen her kennt „zwar nichts sagen kann, das aber nach bestem Wissen und Gewissen“ !

Andernorts wird anders reagiert: In Pullach bei München schloss das Bischöfliche Ordinariat vergangenes Jahr einen neuen Schulcontainer, weil Schadstoffe gemessen worden waren.

Aber wenn Sie denken, dass mich das alles aufregt? Nö – mir geht das ebenso am Gesäß vorbei, wie den meisten Berlinern! Hauptsache PARTY!

Nachtrag: Bis Ende 2017 sollen nun weitere 500 Schulräume in Schulcontainern für Berlin bereitgestellt werden. Leider ohne automatische Belüftung, die über die Fenster vorgenommen werden soll.

 

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