Gegen ganz seltene Krankheiten werden keine Arzneimittel erforscht. Das würde sich nicht lohnen. So haben wir heute aber auch das Phänomen, dass  für Volkskrankeiten ganze Werbeblöcke im Vorabendprogramm nur aus Pharmawerbung bestehen.

Für uns Umweltschützer ist das hochinteressant. Denn seit Jahren werden wir dafür belacht, wenn wir auf bestimmte Risiken hinweisen, etwa bei den Flugzeugabgasen.

greenpeace

Nun kann man sich gut vorstellen, dass man mit Kopfschmerztabletten oder Rheumasalben den Umsatz per TV-Werbung ankurbeln kann – das sind heute Massenprodukte.

Durchfall

Durch diese TV-Werbung sieht man aber deutlich, wo die neuen Krankeiten sind, für die sich TV-Werbung bereits lohnt. Neuerdings wird viel mit Mittelchen gegen trockene Haut und Hautausschlägen geworben – aber Durchfall? Haben heute tatsächlich so viele Menschen ein Problem ausgerechnet mit Durchfall?

Immer häufiger treten tatsächlich in Deutschland schwere Durchfallerkrankungen auf, die im Krankenhaus behandelt werden. Seit dem Jahr 2.000 sind die Erkrankungsfälle von über 120.000 auf fast 283.000 pro Jahr angestiegen. Vor allem sind hiervon Menschen über 65 Jahren betroffen.  Im Jahr 2000 starben nur 400 Menschen daran – heute über 4000!

Vor allem die Infektionen mit dem Bakterium Clostridium difficile treten immer häufiger auf. Es gehört eigentlich bei über 30 Prozent aller Menschen zur gesunden Darmflora. Durch Antibiotika-Einnahme oder andere Prozesse kann diese aber aus dem Gleichgewicht geraten. Dann vermehrt sich dieses Bakterium sehr stark und macht krank. Genauer gesagt: Nicht das Bakterium selbst führt zur Erkrankung, sondern bestimmte Giftstoffe, die es ausscheiden. Aufgrund dieser kommt es zu plötzlichen, wässrigen, teilweise blutigen Durchfällen, Übelkeit und Fieber. Quelle

MRSA

Clostridium difficile ist ein anaerobes, grampositives, endosporenbildendes Stäbchenbakterium, welches zur Gattung Clostridium sensu lato gehört. C. difficile ist einer der häufigsten Krankenhauskeime (nosokomialen Erreger). Bei gesunden Menschen ist C. difficile ein harmloses Darmbakterium. Werden konkurrierende Arten der normalen Darmflora durch Antibiotika zurückgedrängt, kann sich C. difficile vermehren und Gifte (Toxine) produzieren, die zu einer unter Umständen lebensbedrohenden Durchfallserkrankung (pseudomembranöse Kolitis) führen können, insbesondere wenn bereits vorher eine Antibiotika-assoziierte Diarrhoe eingetreten ist. In britischen Kliniken ist C. difficile wesentlich häufiger als in anderen Ländern.

Ohrgeräusche

Früher kannte man den einen oder anderen, der über Ohrgeräusche klagte. Das war meistens beruflich bedingt, etwa bei Maschinenarbeitern. Heute sind ab einem gewissen Geräuschpegel Ohrschützer vorgeschrieben. Vermehrt haben sich die Ohrgeräusche auch durch die überlaute Musik, der sich junge Menschen aussetzen und heute per Ohrhörer das Trommelfell belasten und oft schädigen.

Immerhin sind Ohrgeräusche nun offensichtlich so häufig, dass sich TV-Werbung für die Pharmaindustrie  lohnt. Ob sich  hier bereits fatale Folgen der Feinststäube und Nanostäube abzeichnen? Die Feinststaubbelastung ist sehr hoch, offizielle Messungen dazu würde ich mit äußerster Vorsicht zur Kenntnis nehmen.

Jedenfalls sind die neuesten Forschungen zum Feinststaub sehr erschreckend. Auch wenn durch den Dieselskandal hier wieder der Fokus auf das Thema gelegt wurde, ist die wirkliche Gefahr nur Experten bewußt.

Mikroinfarkte im Gehirn könnnen durch die feinen Nanopartikel ausgelöst werden. Ob die neuen Volkskrankheiten Demenz und Tinnitus damit in Verbindung stehen? Falls ja, dann werden sicher genug „Ersatz-Prügelknaben“ gefunden, auf die man es schieben kann, um die wahren Verursacher zu schützen.

Jedenfalls fordert unsere moderne Zivilisationsgesellschaft reichlich“Kollateralschäden“ – Dank erfolgreicher Lobbyarbeit oft „unerkannt“!? 

 

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  1. diwini sagt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Gleich mehrer Präparate gegen Darmerkrankungen werden aktuell in den TV-Pharma-Werbeblöcken beworben. Wenn die Zahl von aktuell 15 Millionen Erkrankter stimmt, dann haben wir zu Demenz und Augenleiden u.a. auch hier eine neue „Volkskrankheit“? Vor einigen Jahren starben aber nur 400 Menschen an Darmerkrankungen – aktuell sind es um die 4000 ! Trotz der „neuen Medikamente“! #sapereaude

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