Das ist aber auch schwierig für einen grünen Ministerpräsidenten, einerseits Dieselgate und andererseits die starke Autoindustrie im Ländle.

Für uns Umweltschützer ist dabei eine Erfahrung zu unserer Flugzeugabgas-Petition vom Mai 2015 ganz interessant. Diese wurde nicht nur kräftig von Österreich und der Schweiz unterstützt, sondern das bis dato bei diesem Thema führende Berlin wurde locker von Bayern und eben Baden-Württemberg abgelöst. Von dort kommen mittlerweile die meisten Kritiker der Abgas-Situation am Himmel.

Das Umweltbundesamt nannte neulich Berlin und die Franfurter Allee sowie Stuttgart als „auffällig“ bei Abgasmeßwerten der bodennahen Abgaswerte. Messungen von Greenpeace und anderen Umweltschützern übertreffen dabei die offiziellen Werte oft um ein Vielfaches, wie nun Frontal21 berichtete.

Beide Städte sind aber auch führend bei der Bedeckung des Himmels durch Kondensstreifen

„Auffällig weggesehen“ haben Behörden beim Dieselgate. Noch auffälliger aber ist das völlige Ignorieren der Himmelsschweinerei. Aber da reagiert man noch mit den bekannten Dreckschleuder -Methoden. „Kranke Menschen im Wahn“ seien dort die Kritiker, durften die Betreiber des „Goldenen Aluhut“ durch die Medien posaunen, „die Kinder der Abgaskritiker“ müssen vom „Jugendamt beobachtet“ werden.

Das läßt das Schlimmste befürchten. Wenn man ausgerechnet jetzt, wo die Anzahl der zusätzlichen Umwelttoten durch die Diesel-Stickoxide mal locker öffentlich um die            10 000 benannt werden, so auf eine Gruppe Umweltschützer einschlägt.

Auch das „aerotoxische Syndrom“ (giftige Kabinenluft) wurde gerade aufgrund der hartnäckigen Arbeit von Umweltschützern von mehreren TV Sendern aktualisiert und thematisiert. Danke dafür! Aber bei diesem Thema, das unbedingt unter dem Teppich gehalten werden soll, mußten sich sogar Bundestagsabgeordnete im Bundestag ähnlich schäbig beschimpfen lassen, wie die Kritiker der Flugzeugemissionen.

Während unsere Petition   von den Behörden unbeantwortet blieb, startete eine Medienkampagne, die auch dem Aluhut bundesweite Medienpräsenz verschaffte und unbedingt die Botschaft von den „harmlosen Kondensstreifen“ verbreiten wollte.

Beim RBB setzten sich Redakteure Aluhüte auf und zeigten lachend und witzelnd auf die Kondensstreifen. Seriöse Recherche auch von den zahlreichen Printmedien: NULL.

Selbst ein Bodo Ramelow bringt es mit seiner „Chemtrail-Satire“ in die BILD.

Wie gesagt, vor dem Hintergrund des Dieselskandales, ein merkwürdiges Verhalten.

Schon kommt nun die Botschaft, dass man ohnehin bereits bis zu 10% des Biotreibstoffes Farnesan dem Kerosin beimische. Prof. Sausen vom DLR kommt mit der Botschaft, dass die neuen Triebwerke noch viel mehr Kondensstreifen erzeugen, als zu früheren Zeiten, in welchen sich die Streifen innerhalb von wenigen Sekunden aufgelöst haben.

Aber genau das ist der springende Punkt, der seit Jahren mit Millionen Steuergeldern erforscht wird. Denn ganz glauben tut man den Triebwerksherstellern nicht. Man geht mit waghalsigen Flugmanövern in die Kondensstreifen hinein oder nimmt an Flugzeugen hängende „Schlepptorpedos“, um diese eigenartigen langlebigen  „künstlichen Eiszirren“ zu erforschen.

Dieselgate wird bald vergessen sein, im unendlichen Strom der Shock-and-Awe-Meldungen unserer Zeit. Flugzeugfernreisen boomen. Manch einer bringt lieber die Oma ins Seniorenheim, statt auf den „heiligen Urlaubsflug“ zu verzichten.

„Staatswohl und -sicherheit“ seien hier zu stark betroffen – und Teile der Antwort könnten die Bürger dann zu stark verunsichern. Was genau am Himmel abgegast wird, das werden wir deshalb wahrscheinlich nie erfahren, so viel hat man uns durch die Blume schon mitgeteilt.

Das heißt nicht, das wir in naher Zukunft weiterhin zahlreiche Medienberichte zu den „harmlosen Kondensstreifen“, durch die übermächtige Lobby gesteuert, präsentiert bekommen.

19. September 2011, 17:19 Uhr (!)

Blutproben von Passagieren untersucht

 Nervengift in der Kabinenluft

Piloten, Flugbegleiter und Vielflieger klagen oft über Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar Depressionen. Liegt das an der Luft in der Kabine? Eine US-Forschergruppe hat mit einem neuen Test erstmals Spuren des giftigen TCP in Blutproben von Passagieren nachgewiesen. (Quelle)

Eine Million Umwelttote in Asien – wie viele bei uns?

Etwa eine Million Menschen sterben jährlich an den Folgen der Umweltverschmutzung im Raum Asien/Pazifik. Etwa 580 000 werden dabei Opfer von „klassischen“ Faktoren wie unreines Wasser, Heizungsabgase, mangelnde Hygiene. 405 000 Menschen sterben an den Folgen „moderner Risiken“ wie Blei und städtischer Luftverschmutzung. Das erklärte die Weltgesundheitsorganisation. (2005)

Angesichts einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden eigentlich wenig? Oder sind die wirklichen Zahlen ganz anders. Denn die neuerlichen Messungen der Umweltschutzorganisationen kommen auf erschreckende Zahlen.

JF

 

Advertisements

Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s