Kondensstreifen:

Von der Ausnahme zur Regel

Zum Jahr 1999 war der Flugverkehr in der Welt schon beachtlich, stieg dann bis 2014 auf über 3,3 Milliarden Flugpassagiere an – dazu dann noch der enorme militärische Flugverkehr. Über 560 Milliarden $ Umsatz machten die Airlines. Auch Luftfracht legt um 12,5 Millionen auf 38 Millionen Tonnen zu. Quelle

Wenn heute 7 Milliarden Menschen leben, dann will man bis 2034 so viele als Passagiere befördern. Man arbeite deshalb auch an alternativen oder BIO-Treibstoffen, heißt es, denn heute schon liegen wir fast bei einer Milliarde Tonnen Kerosin, die alleine der zivile Luftverkehr verbrennt. Und das ist nicht gut – gar nicht gut!

Forscher der Naval Air Warfare Center Weapons Division, der Innovationsabteilung der U.S. Navy, haben in Kalifornien einen auf Farnesan beruhenden Biosprit für Flugzeuge entwickelt, wie das Fachmagazin BiofuelsDigest schreibt. Er hat einen um 13 Prozent höheren Energiegehalt als Kerosin aus Erdöl, was die Militärs natürlich fasziniert.

Kampfflugzeuge, die diesen Sprit tanken, könnten 13 Prozent weiter fliegen oder bei gleicher Reichweite eine Rakete mehr an Bord nehmen. Die Militärforscher verraten natürlich nicht, wie sie es angestellt haben, schwärmen aber von den Eigenschaften des Biotreibstoffs. Quelle

Auch die Lufthansa mischt wohl 10 % des aus Zuckerrohr gewonnenen Biosprits Farnesan  zu – hoffentlich kommt dann nicht bald Zuckerwatte vom Himmel. Viele besorgte Bürger wunderten sich ja schon oft über die „seltsamen Fäden“, die aus den „Kondens-Zuckerstreifen“ kommen.

Flugzeuge der Lufthansa Group fliegen ab Oslo mit Biokerosin

Die Lufthansa Group betankt seit 22. Januar 2016 ihre Flugzeuge auf dem Flughafen Oslo mit einer Biokerosin-Mischung. AirBP, der norwegische Flughafenbetreiber Avinor und Biofuel-Spezialist SkyNRG haben sich zusammengetan, um den Fluggesellschaften am Gardermoen Airport Jet-Biofuel anbieten zu können. Die Lufthansa Group war die erste Airline-Gruppe weltweit, die einen regulären Beschaffungsvertrag dieser Art mit ihren Lieferanten unterzeichnet hat. Damit setzt sie den vor mehr als vier Jahren eingeschlagenen Weg der Erforschung, Erprobung und Nutzung alternativer Kraftstoffe konsequent fort.

 

Air BP Aviation wird für den Zeitraum eines Jahres 1,25 Millionen Liter nachhaltig produzierten und entsprechend zertifizierten Biotreibstoffs in die Tanks des Flughafens Oslo einspeisen. Die in diesem Zeitraum rund 5 000 Flüge aller Fluggesellschaften der Lufthansa Group, die in der norwegischen Hauptstadt starten (Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Germanwings, Brussels Airlines), fliegen dann mit einer Biokerosin-Beimischung.

Langzeitstudie von biosynthetischem Treibstoff im regulären Flugbetrieb

Bereits 2011 erprobte Lufthansa daher im Rahmen einer Langzeitstudie als erste Fluggesellschaft weltweit den Einsatz von biosynthetischem Treibstoff im regulären Flugbetrieb und leistete damit Pionierarbeit. Die Langzeiterprobung wurde mit detaillierten Emissionsmessungen sowie Forschungen zu Produktionsverfahren und zur Biomasseverfügbarkeit begleitet. Der Abschlussbericht zu burnFAIR steht unter aireg.de zum Download bereit.

Biokraftstoff im Langzeittest

  • Erprobungszeitraum 15. Juli  bis 27. Dezember 2011
  • Typ: Airbus A321
  • Biokraftstoffanteil: 50 Prozent auf einem Triebwerk
  • Gesamtinvestitionen: 6,6 Millionen Euro
  • Jeder Liter ist nachhaltig hergestellt

 

Zum Glück arbeitet auf diesem Gebiet eine der erfolgreichsten Lobby-Sodalitäten der Welt. Dieser ist es gelungen, die enormen Umwelt- und Gesundheitsschäden bisher zu banalisieren: Harmlos seien sie, die Flugzeugabgase. Völlig harmlos! Und nun auch BIO!

Klimarettung

Harmlos – oder so ?

Wenn man bis 1999 Fachartikel oder sogar Doktorarbeiten zu den Kondensstreifen gelesen hat, dann wurde gerne von „Ausnahme“ oder „selten“ gesprochen. Denn bereits ein normaler Kondensstreifen ist eigentlich eine Ausnahme. Nur bei 30% aller Flugbewegungen liegen die Voraussetzungen für Kondensstreifenbildung vor: stimmen müssen Flughöhe und Aussentemperatur, sowie die Wassersättigung der Umgebungsluft.

Dazu brauch es Kondensationskerne:

Ein Kondensationskern oder auch Kondensationskeim ist erforderlich für eine spontan erfolgende Kondensation. Dies kann eine leichte Verschmutzung, wie ein Staub-, Salz- oder Rußpartikel sein oder, wie zum Beispiel bei der Nebelkammer, leicht ionisierte Gasmoleküle.

Beispiel: Einige Aerosole, die bestimmte chemische und physikalische Eigenschaften besitzen, fungieren in der Erdatmosphäre als Kondensationskerne. Ihr Vorhandensein ist eine Voraussetzung für die Wolkenbildung und Kondensstreifen.

Noch seltener waren bis dahin die langlebigen, persistenten Kondensstreifen – eine Rarität. Und noch seltener „künstliche Zirren“, wie das Umweltbundesamt die auffälligen, langlebigen „Eiswolken“ nennt, die sich durch Re-Kondensation aus den Kondensstreifen bilden.

Ein Blick zum Himmel zeigt heute: Aus den Ausnahmen sind nicht nur die Regel geworden, sondern eine Häufigkeit, die den Himmel immer öfter chlorhühnchenfahl (zuckersüß) dimmt.

Kinder sehen es

Prof. Sausen vom DLR erklärt das mit dem zunehmenden Flugverkehr und damit, dass die neueste Triebwerksgeneration NOCH MEHR Kondensstreifen erzeugt. Harmlos?

Selbst die Kondensstreifen bilden heute einen Faktor, der alleine schon zur Erderwärmung beiträgt, da weltweit über 7 % des Himmels ständig mit Kondensstreifen bedeckt ist. Oder ist es schon Zuckerwatte?

Trails

Dazu kommen noch die Umweltgifte und gesundheitsschädigenden Stoffe der Fugzeugemissionen. Schöne Aussichten bis 2034 – zum Glück harmlos ! Oder doch nicht?

Sicherheitshinweise KEROSIN
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226304315336411
P: 102210280301+310331501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]

Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)

Sicherheitshinweise BIOKEROSIN

zuckerwatte-22364

http://mindspindave.tumblr.com/post/139071786993/srilanka-is-getting-obliterated-with

 

http://mindspindave.tumblr.com/post/139071805788/australia-getting-sprayed-and-zapped-big-time
“Unser Biokraftstoff entspricht dem internationalen Standard der zivilen Luftfahrt. Das markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Zusammenarbeit von Amyris und Total. Nun können wir damit beginnen, das Marktpotenzial von Farnesan auszuschöpfen“, so Philippe Boisseau, Vorstandsmitglied von Total, zuständig für Marketing und Neue Energien.“ Read more 

Zuckerrohrplantagen

Brasilien hat eine der weltweit am weitesten entwickelten Biotreibstoff-Industrien. Die Zuckerrohrplantagen, die in den 1980er Jahren angelegt wurden, hängen dabei stark von der Lohnarbeit der Indianer ab. Arbeiter müssen oft unter erschreckenden Bedingungen für extrem niedrige Löhne arbeiten. 2007 führte die Polizei eine Razzia in einer Zuckerrohr-Destillerie durch und entdeckte, dass 800 Indigene unter unmenschlichen Umständen dort arbeiteten und lebten. read more

Bitte spenden sie uns Zuckerwatte 
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Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

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  1. In Germany, Lufthansa Group has marked another milestone in its pioneering work in the testing of alternative fuels. On Monday, Lufthansa flight LH 190 from Frankfurt to Berlin Tegel was operated using a ten percent blend of the new biofuel component farnesan. This is the first scheduled flight in Europe to run on this fuel mix. Farnesan is a sugar-based bio-kerosene developed jointly by the TOTAL oil group and the U.S.-based biotech company Amyris, which in April of this year received RSB (Roundtable on Sustainable Biomaterials) Certification.

    Read more: http://www.biofuelsdigest.com/bdigest/2014/09/16/lufthansa-runs-berlin-to-frankfurt-flight-on-10-farnesan/

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  2. Der Einsatz von Biofuel ist betriebswirtschaftlich noch nicht sinnvoll, denn es gibt reichlich Probleme:

    Zumindest den letzten Punkt könnte man leicht ändern – sagt Dietmar Oeliger, Leiter der Abteilung Verkehrspolitik bei der Umweltschutz-Organisation Nabu. „Kerosin ist nur deswegen so günstig, weil es nicht besteuert wird. Das erschwert die Einführung von Bio-Kraftstoffen.“ Die derzeitigen Forschungen hält er für „Ablenkungsmanöver, die suggerieren sollen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, weil das Thema in Bearbeitung ist.“ Faktisch gebe es aber noch jede Menge Probleme. „Es ist zum Beispiel nicht so leicht, ausreichend Biomasse zu finden, um die benötigten Kraftstoff-Mengen herzustellen. Die Luftfahrt-Industrie ist ja nicht die einzige Branche, die Bedarf an alternativen Kraftstoffen hat.“

    Letztendlich gebe es in seinen Augen ohnehin nur eine einzige Lösung für das CO2-Problem: Das Flugaufkommen müsse reduziert werden. Auch hier sei die Kerosin-Besteuerung das Mittel der Wahl. „Denn wenn der Treibstoff teurer wird, dann ist es nicht mehr attraktiv, mal schnell für ein Wochenende nach New York zu fliegen.“

    Read More http://biztravel.fvw.de/alternative-kraftstoffe-die-tuecken-des-bio-kerosins/393/136242/4070

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  3. Farnesan hat am 15.06.2014 seine ASTM-Zertifizierung als Anlage 3 der ASTM 7566 erhalten. Es kann damit als biobasierte Kerosinkomponente bis zu 10 Volumenprozent im Flugkraftstoff JET-A1 eingesetzt werden kann.

    Read more http://www.aireg.de/de/produktion/direct-sugar2.html

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