Mein Berufseinstieg als Schriftsetzerlehrling brachte mir 80 Mark im Monat ein und mächtig Ärger mit meinen Eltern. Hatte ich doch zuvor die Zugangsprüfung zum „gehobenen Dienst“ bestanden und für ein Vielfaches direkt beim Landratsamt anfangen können.

Später habe ich es manchmal bereut, denn kurz danach war der Zugang nur noch mit mindestens  Fachhochschulreife möglich. Da wäre evtentuell überhaupt manches anders verlaufen, wenn wir linken kritischen jungen Leute mehr in die Behörden gegangen wären. Aber die Beamten hatten auch damals schon keinen guten Ruf. Die meisten Ehebrecher seien in dieser Berufsgruppe zu finden, da körperlich nie richtig ausgelastet. Ein Gerücht, wie ich heute weiß.

Aber die offensichtliche Metamorphose, die mancher dort auffällig hingelegt hat, das hat auch abgeschreckt. Zumal für mich damals als Rockmusiker der Beamtenstatus undenkbar war.

So haben wir heute in den Ämtern und Behörden folgerichtig genau die Verhältnisse, die zu erwarten waren, wenn man sich angesehen hat, welche Mentalitäten dort gelandet sind. Oft zu dämlich zum Apfelschälen, nur durch Protektion von familiären Seilschaften haltbar.

Jedenfalls muß ich bei aktuellen Vorkommnissen daran denken. Wie kann es sein, dass die Aufsichtsbehörden heute bei bestimmten Strategen so auffällig unauffällig „wegsehen“?

Der Feinstaubskandal

Beim aktuellen Dieselskandal wird auch auf die besonders gesundheitsschädigende Wirkung des Feinstaubes hingewiesen. So weit so gut.

Aktuelle Studien geben aber wirklich Anlass zur Besorgnis.

Es ist eine dieser kollektiven Studien, bei der das Abtippen der Autorenliste länger dauert als das Schreiben des gesamten Posts, die mit einem Ergebnis aufwartet, das bedenklich stimmen muss: Elissa H. Wilker und 12 weitere Autoren haben diesen Beitrag in der Zeitschrift “Stroke” und unter der Überschrift: “Long-Term Exposure to Fine Particular Matter, Residential Proximity to Major Roads and Measures of Brain Structure” veröffentlicht. Quelle

Und siehe da, flugs kommt das Umweltbundesamt mit der Erkenntnis daher, dass unsere Städte zwar dreckig, aber die Meßdaten bei Feinstaub rückläufig seien. Außer Frankfurter Allee in Berlin und Neckartor in Stuttgart:

Die Luft in unseren Städten ist dreckig. Das zeigt die Auswertung der Luft-Messdaten für 2015. Besonders Stickstoffdioxid, das vor allem aus Diesel-Autos stammt, ist vielerorts ein Problem. An rund 60% aller Messstationen wurden die Grenzwerte überschritten. Besser sieht es bei den Feinstaub-Werten aus. Unser Video zeigt, dass die Tagesgrenzwerte im vergangenen Jahr an nur 2 Messstationen überschritten wurden: in Berlin an der Frankfurter Allee und in Stuttgart am Neckartor. Die winzigen Feinstaub-Partikel stammen u.a. aus der Industrie, der Landwirtschaft und dem Straßenverkehr. Aber auch Holzöfen und Kamine stoßen Feinstaub aus.

Im Nachlauf des Diesel-Skandales muß dringend eine Abgas-Sonderuntersuchung für den Flugverkehr gefordert werden. Aber hier schaut man wieder auffällig weg. Flugverkehr wird bei der Aufzählung des Umweltbundesamtes nicht genannt. 

 

 

Advertisements

Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

Eine Antwort »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s