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Was macht atmosfair?

Klimabewusst fliegen

atmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reise. Wir betreiben aktiven Klimaschutz mit u.a. der Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien.

Auf der Webseite kann man seinen Kompensationsbeitrag für einen Flug oder eine Kreuzfahrt berechnen.

Mit meiner Frau geht es demnächst drei Wochen per Luxusschiff und schöner Aussen-Kabine auf Weltreise. Dabei sind wir 14 Tage auf See.

Mit dem Klimarechner haben wir dafür 18 Tonnen CO2 – Ausstoß berechnet.  atmosfair ist da gnädig und listet die anderen hochgiftigen Emissionen erst gar nicht auf. An Bord sind um die 2000 Urlauber – öha, da kommt was zusammen !

Durch die Verbrennung oxidiert Schwefel aus dem Treibstoff zu Schwefeldioxid (SO2). Zusammen mit Wasser bildet sich aus Schwefeldioxid schwefelige Säure und Schwefelsäure. Schwefeldioxid ist ein anorganisches Reizgas, das unter anderem ätzend auf Schleimhäute wirkt.

Stickstoffmonoxid ist ein farbloses Gas, das an der Luft zu Stickstoffdioxid oxidiert. In höherer Dosis eingeatmet, verursachen Stickoxide (NOx) Lähmungserscheinungen und können insbesondere bei kleinen Kindern bleibende Schäden der Atemwegsorgane hervorrufen. Beim Zusammentreffen mit Sonnenlicht und Kohlenwasserstoffen wirken NOxEmissionen smogbildend. Sie gelten auch in der Meeresumwelt als „Düngemittel“ und als Mitverursacher von saurem Regen. Ein Schiffsmotor produziert ca. 60 – 90 Gramm NOx pro Kilogramm verbrauchtem Brennstoff. Für Norwegen z. B. haben Wissenschaftler errechnet, dass die 2.000 Schiffe, die in den Küstengewässern fahren, bereits mehr Stickoxide emittieren, als die 1,7 Millionen Fahrzeuge auf den Straßen des Landes (Bahlke 2002: 38 f.). Weltweit werden ca. 25 Millionen Tonnen NOx von Schiffen in die Atmosphäre emittiert. Im Ostseeraum wurden zwischen 370 000 und 384 000 für 2004 berechnet und eine Steigerung auf bis zu 600 000 Tonnen in 2020 ist zu erwarten (Kågeson 2009). 1996 gab die Schifffahrt allein in der Nord- und Ostsee 790.000 t der als Dünger wirkenden Stickoxide in die Atmosphäre ab, die anschließend über den Regen in die Meere eingetragen wurden. Zusammen mit anderen Einflussgrößen sind die Folgen der Überdüngung regelmäßig wiederkehrende Algenblüten und Sauerstoffarmut der Küsten- und Binnenmeere, besonders in den Sommermonaten.

Die an Bord eingesetzten Kühl- und Kältemittel für die Klimaanlage des Schiffes sowie für die Kühlung von Provianträumen, Kühlschränken, Eisgeräten etc. enthalten in der Regel klimarelevante und Ozonschicht schädigende Schadstoffe, z. B. Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Der Einsatz von Kältemitteln mit geringem Treibhauseffekt (Global Warming Potential, GWP) und geringem oder ohne Ozon schädigendem Potenzial (Ozone Depletion Potential, ODP) ist ein konkreter Beitrag zum Schutz der Umwelt, technisch umsetzbar und findet in der Schifffahrt zunehmend Akzeptanz.

Trotz zunehmender Auflagen (MARPOL Annex V) werden Abfälle immer noch illegal in der Meeresumwelt entsorgt, was besonders bei Kunststoffen eine hohe Belastung der Umwelt darstellt. Plastikabfälle schwimmen z.T. Jahrzehnte im Meer. Eine Plastikflasche benötigt ca. 450 Jahre bis sie vollständig abgebaut ist.

Übliche Praxis an Bord ist vielfach auch das Verbrennen der Abfälle an Bord. Auf Passagierschiffen wird oftmals aus Platzgründen und hygienischen Vorgaben auf eine vollständige Lagerung der Abfälle verzichtet. In diesem Fall – oder wenn eine ordnungsgerechte Entsorgung an Land nicht möglich ist, stellt eine fachgerechte Verbrennung eine Option dar. In entlegenen Gebieten, z. B. in Entwicklungsländern, gibt es zum Teil keine funktionierende Abfallentsorgung an Land. Wenn diese Gebiete von Passagierschiffen mit hohem Müllaufkommen angelaufen werden, kann die vollständige Abgabe an Land dort zu größeren Umweltproblemen führen als bei einer Verbrennung an Bord. Deshalb, sowie aus Mangel an Lagerkapazitäten an Bord und aufgrund eventuell auftretender hygienischer Probleme bei der Lagerung, bleibt die Abfallverbrennung definierter Stoffe auf Passagierschiffen und Forschungsschiffen auch im Rahmen des UZ zulässig. Die Asche muss aber grundsätzlich an Land entsorgt werden.

Die Einleitung von Ab-(Schwarz)wasser trägt zur Eutrophierung, d. h. zu einer Überdüngung von Gewässern vor allem durch die enthaltenen Stickstoffverbindungen bei, wodurch z. B. eine Algenblüte begünstigt werden kann. Zudem kann es durch unzureichend geklärte Abwässer zum Eintrag von pathogenen Keimen kommen.

Besonders größere Kreuzfahrtschiffe können mit kleinen Städten verglichen werden, was auch für die Abwasserproduktion, besonders im Grauwasserbereich zutrifft. Grauwasser kann durch die Belastung, z. B. aus dem Küchenbereich im Zusammenhang mit der Bildung von Nähr- und Zehrstoffen ebenso kritisch wie Schwarzwasser gesehen werden, es gibt hierfür aber keine internationalen Vorgaben.

Bilgenwasser ist u. a. Ablauf- und Kondensationswasser im Maschinenraum. Bilgenwasser kann außer Brennstoff und Schmieröl, Hydraulikölreste, Korrosionsschutzmittel und Syntheseöle z. B. auch aus Leckagen enthalten. Durch besondere Arbeiten wie z. B. dem Separatorenbetrieb und den Betrieb von Kühlanlagen können außerdem Kaltreiniger, Kühlwasserzusätze, Verdampferzusätze und andere Chemikalien sowie Schmutz (z. B. Rost, Sand, Farbreste, Metallabrieb) in das Bilgenwasser gelangen. Bilgenwasser muss im Hafen entsorgt werden. Unter Berücksichtigung bestimmter Rahmenbedingungen (siehe Vergabetext) darf es jedoch auch in die Umwelt eingeleitet werden. Zum Teil wird es immer noch illegal unter Umgehung gesetzlicher Vorschriften in die Meeresumwelt entsorgt.

Für die 18 Tonnen CO2, die während unserer Reise emittiert werden, könnten wir auch 9 Jahre Autofahren oder 3 Jahre mit dem LKW zum Brötchenholen.  417 € soll ich spenden, dann wäre unser Klimakonto wieder ausgeglichen. Für das Geld werden Klimaschutzprojekte unterstützt.

Passagiere zahlen dafür freiwillig einen von den Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag, den atmosfair dazu verwendet, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, wo es diese noch kaum gibt, also vor allem in Entwicklungsländern. Damit spart atmosfair CO₂ ein, das sonst in diesen Ländern durch fossile Energien entstanden wäre. Und gleichzeitig profitieren die Menschen vor Ort, da sie häufig zum ersten mal Zugang zu sauberer und ständig verfügbarer Energie erhalten, ein Muss für Bildung und Chancengleichheit.

Man könnte natürlich auch auf die Verbrennung von Schweröl verzichten und Filteranlagen (Scrubber) einbauen – 50 000 Klimatote wären so schnell zu vermeiden.

Alternativ zu schwefelarmem Schweröl kann die Schiffsmaschine auch mit niedrigschwefeligen Destillaten (Marine Diesel Oil, MDO) betrieben werden. Dabei entfällt der Aufwand für die Aufbereitung des Schweröls an Bord mit entsprechend reduzierten Mengen an Ölschlamm (Sludge), der zum Teil immer noch illegal in die Meeresumwelt entsorgt wird.

 

Über myclimate

myclimate sieht sich als Partner für wirksamen Klimaschutz – lokal und global. Mit Beratung, Bildung und Klimaschutzprojekten will myclimate gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft wie auch mit Organisationen und Privatpersonen die Zukunft unserer Welt gestalten. Dies verfolgt myclimate als gemeinnützige Stiftung kundenfokussiert und wirtschaftsorientiert.

Auch hier können sich Menschen von der Klimaschuld und Sünde loskaufen.

Die neue Weltreligion KLIMAWANDEL, deren Hochmessen vom IPCC gelesen werden und deren Klerus sich gerade wieder in Paris trifft, nimmt immer deutlicher die Züge einer Religion an.

Häretiker solle man „zerquetschen“ – Von der Klimasünde kann man sich per „Ablass“ befreien. Die Kirchensteuer heißt „Klimaabgabe“ und Sünden werden bestraft.

Und so wie die Kirchen gerne Wasser predigen und wie Tebartz van Elst aber gerne selbst Wein trinken, so sind die handelnden Strategen „völlig frei und losgelöst“.

Schiffsverkehr und Luffahrt machen was sie wollen, werden bei Klimaverhandlungen gerne völlig außen vor gelassen bzw. man verläßt sich auf „Selbstverpflichtungen“ ! Das Militär hat ohnehin Narrenfreiheit.

 

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Über frankenberger10

Haftungsausschluß / Disclaimer: „ICH BEHALTE MIR ALLE RECHTE VOR UNTER UCC 1-308 WITHOUT PREJUDICE , OHNE IRGENDWELCHE NACHTEILE.“ Typisch für dieses Land wurde gerichtlich entschieden, daß man durch die Anbringung eines Verweises die Inhalte der verwiesenen Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Dieses Anspruch möchten wir selbstredend hiermit erfüllen und erklären feierlich, dass wir uns von allem, worauf wir verweisen, distanzieren (Hier liegt ja der tiefe Sinn von Verweisen – Vorsicht – Ironie.) Für alle Verweise und Verlinkungen auf unserer Webseite inklusive aller Unterseiten gilt, daß wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung oder die Inhalte der verwiesenen Seiten haben, dafür weder haften noch irgendeine Verantwortung übernehmen können. Sie müssen schon selbst die Verantwortung für Ihren Zeigefinger auf der linken Maustaste übernehmen und natürlich für alles, was Sie dann Schlimmes lesen könnten, was bei unseren Verlinkungen mit Sicherheit nicht der political correctness entspricht. Eventuelle Unpässlichkeiten die durch die Benutzung dieser Datenstraßen beim Auswuchten Ihrer Gehirnwindungen auftreten könnten, bitten wir also tapfer zu tragen oder bei Ihrem Psychiater, sollten Sie diesen haben, zur Sprache zu bringen.

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