Wenn etwas gut erforscht war, dann Wolken und Kondensstreifen. Bis zur Jahrtausendwende war alles klar. Zahlreiche Doktorarbeiten und Forschungsberichte belegen das.

….. und dann fing man mit viel Geld im Rücken wieder von vorn an ?

Da ist ein regelrechter Bruch in der Forschung zu erkennen. Das zeigt jedenfalls meine Recherche zu dem Thema !

Hat man doch recht locker vom Hocker veröffentlicht, wird dann aber seltsam schweigsam.

Bei Fragen zum Thema verweisen Behörden und Ministerien gerne auf veraltete Berichte und Daten. Seltsam !

Natürlich kannten wir Kondensstreifen schon seit Jahrzehnten, dass es immer mehr wurden durch den steigenden Flugverkehr. Auch persistente Kondensstreifen werden in der Vergangenheit als seltene Ausnahme beschrieben, weil da einiges zusammenkommen muß, damit ein Kondensstreifen über Stunden stehen bleibt und sich nicht wie gewöhnlich innerhalb kurzer Zeit auflöst. Aber siehe da, die Dinger sind nicht nur erstaunlich langlebig geworden, nein sie rekondensieren und bilden enorme künstliche Zirren, aus welchen es zwar nie regnet, die aber für unser Klima als Beitrag zur Erderwärmung relevant sind, da der gefriergetrocknete Mist auch über Jahre in der Atmosphäre bleibt !

Ein Forschungsvorhaben im HGF-Strategiefonds von DLR, AWI und FZJ in Kooperation mit dem FZK  kam aber 2003 noch zu dem Schluß:

• Unter all den aus Flugzeugtriebwerken emittierten Partikeltypen spielen nur die Rußpartikel eine zentrale Rolle bei der Aerosol-Zirren-Wechselwirkung.

• Neue Simulationen mit ECHAM, die auf verbesserten Rußemissionsmodellen beruhen, erlauben eine genauere Eingrenzung des Luftverkehrs zum globalen Rußbudget.

• Neue Analysen von METEOSAT und EUROCONTROL Daten über Europa zeigen eine klare Korrelation zwischen dem Zirrusbedeckungsgrad und der Luftverkehrsdichte.

• Die ersten Simulationen der Rußaerosol-Zirrus-Wechselwirkung mit ECHAM zeigen das Potential für einen signifikanten, indirekten Einfluß von Flugzeugemissionen auf die Konzentration von Eiskristallen in Zirren auf.

Über diese Erkenntnisse freute man sich ein Loch in den Bauch:

Die Ergebnisse des Projekts wurden auf der Konferenz „Aviation, Atmosphere and Climate“ vom 30. Juni bis 3. Juli 2003 in Friedrichshafen der internationalen Fachwelt in einem eingeladenen Übersichtsvortrag  (B. Kärcher) vorgestellt. Die Ergebnisse wurden mit großem wissenschaftlichen Interesse aufgenommen. Verwandte Arbeiten außerhalb von PAZI wurden nur von einigen amerikanischen Gruppen vorgestellt (u.a. J. Penner, R. Friedl). Es gibt international derzeit kein Projekt zu diesem Thema von vergleichbarer Breite und Tiefe.

Messungen wurden im Luftraum um München herum im April 2003 durchgeführt. Bei insgesamt 5 Flügen (1 technischer Flug und 4 Missionsflüge) konnten bei unterschiedlichen meteorologischen Bedingungen verschiedene Flugzeugtypen verfolgt und außerdem Background-Verhältnisse in Luftstraßen vermessen werden.

Erstmals wurde bei diesen Flügen ein Massenspektrometer der Firma Aerodyne verwendet. Dieses Gerät wird vom MPI für Chemie in Mainz aufgebaut und betreut. Als weiteres neues Instrument wurde erstmals ein Differential Mobility Analyzer (DMA) eingesetzt, mit dem der bisher nicht abgedeckte Größenbereich von 30 – 150 nm abgedeckt werden kann. Darüber hinaus wurden PMS-Spektrometer und Kondensationskernzähler, das FISHInstrument für Wasserdampfmessungen (FZ Jülich) sowie ein „large ion mass spectrometer“ (LIOMAS) und ein „Chemi-ion mass spectrometer“ (CIMS) des MPI für Kernphysik, Heidelberg, eingesetzt.

Der in Forschungen aus  2001/2002 gezeigte starke Zusammenhang zwischen Flugverkehrsdichte und Zirrusbewölkung wurde mit weiteren Flugverkehrsdaten vom Herbst 2000 bestätigt.

Sowohl das Verhältnis zwischen dem Flächenbedeckungsgrad an linearen Kondensstreifen und den vom Flugverkehr beeinflussten Zirren (~10) als auch die Abschätzung der Lebensdauer (Halbwertszeit ~ 2.5h) blieben mit den neu hinzugekommenen Daten gleich. Damit verlagert sich der dominierende Wirkungspfad des Einflusses des Luftverkehrs auf das Klima eindeutig in Richtung Zirrenbildung.

Nach den bisher für Europa vorliegenden Ergebnissen scheint der Flugverkehr erheblich mehr als bisher angenommen zur Zunahme der Zirrenbewölkung beizutragen. Die gewonnenen Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für in Zukunft unter Umständen notwendige Regulierungsmaßnahmen in Zusammenhang mit dem wachsenden Luftverkehr.

Fazit: Hier wird nocheinmal auf die Rußpartikel und ihre zentrale Rolle bei der Aerosol-Zirren-Wechselwirkung als wichtiges Forschungsergebnis hingewiesen. Und dann kommen die Turbineningenieure daher und bauen Triebwerke, die kaum noch Ruß emittieren. Wenn man nun meint, dass dann eigentlich die persistenten Kondensstreifen wegen mangelnder Rußpartikel weniger geworden wären, der braucht nur mal in den Himmel sehen: Es sind mehr als je und sie werden immer „zäher“ und dichter. Mittlerweile sprechen wir von „Global Dimming“.

Gerade laufen anscheinend wieder bezahlte Desinformationsprogramme, die „linearen Kondensstreifen und künstlichen Zirren“ sollen als „harmloser Wasserdampf“ und „rechtsideologische Verschwörungstheorien“ hingestellt werden.  Deutsche Umwelt-Aktivistinnen wie Ria den Breejen werden öffentlich diffamiert und von eigenartigen Menschen mit einem „Goldenen Aluhut“ stigmatisiert. Das läßt befürchten, dass die eigentliche Umweltschweinerei noch viel größer ist als befürchtet !

Dabei ist es ja völlig dämlich, einzelne Umweltschützer  an den Pranger zu stellen, zumal der verseuchte Himmel weltweit Thema ist und viele tausend Menschen beschäftigt. Neuerdings auch in ISRAEL ! NAZI-Thema fällt also als stigmatisierendes Label schon mal weg, Herr Kachelmann und Konsorten!

Fazit: Wenn also in einem Gemeinschafts-Forschungsprojekt früherer Jahre festgestellt wird, dass Rußpartikel eine entscheidende Rolle spielen und in einer Dissertation die Rolle der im Abgasstrahl vorhandenen Schwefelsäure wie folgt herausgearbeitet wurde: – Durch die Benetzung der Rußpartikel mit Schwefelsäure wird deren eigentlicher hydrophober Zustand nach hydrophil verändert – dann bleibt die Frage: Was für Triebwerke setzen die Strategen heute ein? Triebwerke mit besonders hohem Rußausstoß und recht viel Schwefelsäure – und das heute, in Zeiten des

Klima-Alarmismus?

List of INCA publications

The following list contains the publications written in context of the INCA project. The list does not include poster or oral presentations at conferences or workshops. Should you be aware of INCA connected publications that are not listed here, please let us know the full reference (send an e-mail to the INCA data archive administrator).

Most of the publications listed below can be downloaded, either as pdf file (right click the icon on the far right and select „save as“) or via the online journal of which the link is given (click the icon on the far right; see on the linked page for further instructions to download the file).


click here to download pdf fileBaehr, J., H. Schlager, H. Ziereis, P. Stock, P. van Velthoven, R. Busen, J. Ström, and U. Schumann
Aircraft observations of NO, NOy, CO, and O3 in the upper troposphere from 60ºN to 60ºS – Interhemispheric differences at mitlatitudes
Geophys. Res. Lett., 30 (11), 1598, doi:10.1029/2003GL016935, 2003.


click here to download pdf fileGayet, J.-F., F. Auriol, A. Minikin, J. Ström, M. Seifert, R. Krejci, and A. Petzold, G. Febvre, and U. Schumann
Quantitative measurement of the microphysical and optical properties of cirrus clouds with four different in situ probes: Evidence of small ice crystals
Geophys. Res. Lett., 29, 2230, doi:10.1029/2001GL014342, 2002.


click here to download pdf fileGayet, J.-F., J. Ovarlez, V. Shcherbakov, J. Ström, U. Schumann, A. Minikin, F. Auriol, A. Petzold, and M. Monier
Cirrus cloud microphysical and optical properties at southern and northern midlatitudes during the INCA experiment
J. Geophys. Res., 109, doi:10.1029/2004JD004803, D20206, 2004.


click here to download pdf fileGierens, K. M., M. Monier, and J.-F. Gayet
The deposition coefficient and its role for cirrus clouds
J. Geophys. Res., 108 (D2), 4069, doi:10.1029/2001JD001558, 2003.


González, A., P. Wendling, B. Mayer, J.-F. Gayet and T. Rother
Remote sensing of cirrus cloud properties in the presence of lower clouds: An ATSR-2 case study during the Interhemispheric Differences in Cirrus Properties From Anthropogenic Emissions (INCA) experiment
J. Geophys. Res., 107 (D23), doi:10.1029/2002JD002535, 2002.


click here for direct link to online journalHaag, W., B. Kärcher, J. Ström, A. Minikin, U. Lohmann, J. Ovarlez, and A. Stohl
Freezing thresholds and cirrus cloud formation mechanisms inferred from in situ measurements of relative humidity
Atmos. Chem. Phys., 3, 1791-1806, 2003.


Hienola, J., M. Kulmala, H. Schlager, H. Ziereis, A. Minikin, J.-F. Gayet, and J. Ström
Differences in HNO3 partitioning between northern and southern hemisphere midlatitude cirrus clouds during INCA campaign
submitted to Atmos. Chem. Phys.


Immler, F. and O. Schrems
LIDAR measurements of cirrus clouds in the northern and southern hemisphere during INCA (55°N, 53°S): A comparative study
Geophys. Res. Lett., 29 (16), 1809, doi:10.1029/2002GL015077, 2002.


click here for direct link to online journalclick here to download pdf fileKärcher, B., W. Haag
Factors controlling upper tropospheric relative humidity
Annales Geophysicae, 22, 705-715, 2004.


click here for direct link to online journalKärcher, B. and J. Ström,
The roles of dynamical variability and aerosols in cirrus cloud formation
Atmos. Chem. Phys., 3, 823-838, 2003.


Minikin, A., A. Petzold, J. Ström, R. Krejci, M. Seifert, J. Baehr, H. Ziereis, H. Schlager, R. Busen, and U. Schumann
Interhemispheric differences in the properties of the upper tropospheric background aerosol
J. Aerosol Science, 32, Suppl. 1, S1043-S1044, 2001.


click here to download pdf fileMinikin, A., A. Petzold, J. Ström, R. Krejci, M. Seifert, H. Schlager, P. van Velthoven, and U. Schumann
Aircraft observations of the upper tropospheric fine particle aerosol in the northern and southern hemispheres at midlatitudes
Geophys. Res. Lett., 30 (10), 1503, doi:10.1029/2002GL016458, 2003.


click here to download pdf fileMonier, M., W. Wobrock, J.-F. Gayet, and A. I. Flossmann
Development of a detailed microphysics cirrus model tracking aerosol particles‘ histories for interpretation of the recent INCA campaign.
J. Atmos. Sci., 63 (2), 504-525, doi:10.1175/JAS3656.1, 2006.


click here to download pdf fileOvarlez, J. J.-F. Gayet, K. Gierens, J. Ström, H. Ovarlez, F. Auriol, R. Busen and U. Schumann
Water vapour measurements inside cirrus clouds in Northern and Southern hemispheres during INCA
Geophys. Res. Lett., 29 (16), 1813, doi:10.1029/2001GL014440, 2002.


click here for direct link to online journalSeifert, M., J. Ström, R. Krejci, A. Minikin, A. Petzold, J.-F. Gayet, U. Schumann, and J. Ovarlez
In situ observations of aerosol particles remaining from evaporated cirrus crystals: Comparing clean and polluted air masses
Atmos. Chem. Phys., 3, 1037-1049, 2003.


click here for direct link to online journalSeifert, M., J. Ström, R. Krejci, A. Minikin, A. Petzold, J.-F. Gayet, H. Schlager, H. Ziereis, U. Schumann and J. Ovarlez
Aerosol-cirrus interactions: A number based phenomenon at all?
Atmos. Chem. Phys.., 4, 293-305, 2004.


click here for direct link to online journalSeifert, M., J. Ström, R. Krejci, A. Minikin, A. Petzold, J.-F. Gayet, H. Schlager, H. Ziereis, U. Schumann and J. Ovarlez
Thermal stability analysis of particles incorporated in cirrus crystals and of non-activated particles in between the cirrus crystals: Comparing clean and polluted air masses
Atmos. Chem. Phys. Discuss., 3, 3659–3679, 2003.


click here to download pdf fileShcherbakov, V., J.-F. Gayet, O. Jourdan, A. Minikin, J. Ström, A. Petzold.
Assessment of cirrus cloud optical and microphysical data reliability by applying statistical procedures
Journal of Atmospheric and Oceanic Technology, 22, 409-420, 2004.


click here to download pdf fileStröm, J.
INCA. Final Report.
2002.


click here for direct link to online journalStröm, J., M. Seifert, B. Kärcher, J. Ovarlez, A. Minikin, J.-F. Gayet, R. Krejci, A. Petzold, F. Auriol, W. Haag, R. Busen, U. Schumann, and H. C. Hansson
Cirrus cloud occurrence as function of ambient relative humidity: a comparison of observations obtained during the INCA experiment
Atmos. Chem. Phys.., 3, 1807-1816, 2003.


click here to download pdf fileZiereis, H., A. Minikin, H. Schlager, J. F. Gayet, F. Auriol, P. Stock, J. Baehr, A. Petzold, U. Schumann, A. Weinheimer, B. Ridley, and J. Ström
Uptake of reactive nitrogen on cirrus cloud particles during INCA
Geophys. Res. Lett., 31, L05115, doi:10.1029/2003GL018794, 2004.

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  1. […] Partikel aus Flugzeugtriebwerken und ihr Einfluss auf Kondensstreifen, Zirruswolken und Klima […]

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